Solarbranche: Q-Cells will sich frisches Kapital besorgen

Solarbranche
Q-Cells will sich frisches Kapital besorgen

Der Solarkonzern Q-Cells will das Grundkapital des Unternehmens erhöhen. Neues Geld soll her. Mit den eigenen Geschäften ist Q-Cells zufrieden.
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HB FRANKFURT. Der krisengeschüttelte Solarkonzern Q-Cells will sich bei seinen Aktionären frisches Geld besorgen. Das Grundkapital solle um 58,8 Millionen Euro auf 176,3 Millionen erhöht werden, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mit. Dazu sollen fast 59 Millionen neue Stammaktien ausgeben werden, die den Aktionären im Bezugsverhältnis von zwei alten zu einer neuen Aktie angeboten würden. Der Vorstand werde am Dienstag oder Mittwoch den Bezugspreis festsetzen.

Am Montag war die im TecDax notierte Aktie bei 4,83 Euro aus dem Handel gegangen. Bei einem Bezugspreis in dieser Höhe würden dem Unternehmen rund 280 Millionen Euro zufließen.

Zusätzliche Mittel will sich Q-Cells über die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung beschaffen. Das Emissionsvolumen werde bei 130 bis 140 Millionen Euro liegen. Gleichzeitig will die Firma eine noch laufende Wandelschuldverschreibung zurückkaufen und dafür einen Großteil der Mittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung und der neuen Schuldverschreibung nutzen.

Die Geschäfte liefen gut, teilte Q-Cells weiter mit. Die Preise seien stabil und die Nachfrage positiv. So rechne die Firma für das dritte Quartal mit einem Umsatz über dem des Vorquartals von 333,5 Millionen Euro. Das Ebit werde auf dem Niveau des zweiten Quartals liegen, damals verdiente Q-Cells operativ 27 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2010 gehe das Management nun von einem Umsatz von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro aus - Anfang August hatte Firmenchef Nedim Cen die Prognose auf 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro erhöht.

Für das vierte Quartal erwartet Q-Cells ebenfalls ein positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebit).

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