Solartechnik-Hersteller
SMA-Aktien nach Gewinnwarnung unter Druck

Der Solartechnik-Hersteller SMA Solar hat seinen Ausblick gesenkt. Grund für die Umsatz- und Gewinnwarnung ist die anhaltende Absatzschwäche. Nun findet sich das Unternehmen am Ende des TecDax wieder.
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Die Aktien von SMA Solar sind am Montagmittag nach einer gesenkten Umsatz- und Gewinnwarnung deutlich abgesackt. Zuletzt büßten sie 7,80 Prozent auf 51,75 Euro ein. Zeitweise waren die Papiere des Solartechnik-Herstellers bis auf 51,03 Euro abgesackt. Der TecDax fiel zeitgleich um 1,66 Prozent auf 694,71 Punkte zurück. SMA machte eine anhaltende Absatzschwäche für den gesenkten Ausblick verantwortlich. Die Nachfrage nach Solaranlagen für Hausdächer habe sich nach den Sommermonaten in vielen Märkten weniger stark belebt als erwartet, teilte das Unternehmen mit.

Ein Börsianer sah mit der Ankündigung bisherige Schätzungen deutlich verfehlt. Andere verwiesen auf eine Investorenveranstaltung in der vergangenen Woche, bei der sich der Solartechnikanbieter bereits vorsichtig über die weitere Entwicklung geäußert hatte. Vor diesem Hintergrund sei die Warnung zwar nicht ganz so überraschend, deshalb aber nicht weniger negativ.

Die Aktien hatten allerdings bereits vor den Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf zu den schwächsten Werten im TecDax gehört. Das lag nicht zuletzt an weiteren negativen Analystenkommentaren. Bereits in der vergangenen Woche hatten Analysten deutlich negativ auf eine Kapitalmarktveranstaltung reagiert. Dort hatte das Management den Markt mehr oder weniger bereits vorbereitet, als es von einem deutlich schwächeren Wachstum sprach. Analyst Michael Tappeiner reagierte an diesem Montag mit einer „Verkaufsempfehlung“. Das Kursziel senkte der Experte zudem von 75 auf 48 Euro. SMA habe die Marktprognosen für 2012 reduziert, schrieb Tappeiner. Daher habe er die Gewinnschätzungen für 2011 und 2012 nach unten geschraubt. Die Papiere seien fast 1,5-mal so teuer wie die Aktien des hinter SMA zweitgrößten Herstellers von Wechselrichtern, begründete der Experte das Verkaufsvotum.

HSBC-Analyst Christian Rath blieb zwar bei seinem „Neutral“-Votum mit Kursziel 60 Euro. Das Management von SMA habe vorsichtigere Töne angeschlagen und auf eine nach wie vor schwächelnde Auftragsentwicklung verwiesen. Um überhaupt das untere Ende des Prognoserahmens für den operativen Gewinn 2011 zu erreichen, müsse die private Nachfrage in Deutschland anziehen. Zudem seien die Überschusserwartungen des Marktes für 2012 rund zehn Prozent zu hoch. Gegenüber dpa-AFX bestätigte der Experte, dass er, wie in der Studie auch geschrieben, nach der Investorenveranstaltung Risiken für die Schätzungen gesehen hat.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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