Sonniger Herbst für Aktien
Viele gute Gründe für steigende Kurse

Die Entwicklung der deutschen Aktien hängt in der kommenden Woche hauptsächlich vom Ölpreis und von der US-Konjunktur ab, sagen Analysten. Sie sind sich einig, was die Richtung des Dax angeht: nach oben, denn der Ölpreis fällt. Trotz des generell günstigen Ausblicks sind Aktien mit herausragendem Potenzial immer noch selten.

HB DÜSSELDORF. Der Aufwärtstrend der vergangenen zwei Wochen setzt sich fort, der Dax bleibt auf jeden Fall stabil über 4 000 Punkten. In dieser Einschätzung sind sich die vom Handelsblatt befragen Analysten einig. Günther Senftleben von der Bankgesellschaft Berlin schätzt, dass sich die Kurse zwischen 4 000 und 4 100 Punkten bewegen werden. Trudbert Merkel von der Deka-Bank glaubt, dass der Dax demnächst wieder in den Bereich seines alten Jahreshochs von 4 150 Punkten vorstößt: „Der Markt wird die Widerstandsmarke von 4 150 bis 4 175 testen.“

Achim Schneider von der Dresdner Bank sieht den Dax zwischen 4 060 und 4 160 Punkten. Alle Analysten erwarten bis zum Jahresende steigende Kurse. Das Minimum der Schätzungen liegt bei 4 100 Punkten, einige Experten halten sogar 4 250 Punkte möglich.

Den größten Einfluss auf den Dax werde auch in den kommenden Wochen der Ölpreis haben. Schneider von der Dresdner Bank erwartet eine weitere Entspannung auf dem Ölmarkt und damit steigende Aktienkurse. Die guten Arbeitsmarktdaten vom Freitag signalisieren zudem eine Erholung der US-Kojunktur – auch das spricht für neue Höchststände an den Aktienmärkten. Die Analysten meinen, dass Kurse unter 50 Dollar pro Barrel den Markt stimulieren.

Die für Mittwochabend erwartete Erhöhung der Leitzinsen in den USA ist schon so gut wie beschlossen und wird deshalb keine größeren Auswirkungen auf die Märkte haben. Angesicht der besseren Arbeitsmarktdaten ist es unwahrscheinlich, dass Greenspan das Tempo der Zinserhöhungen zurücknehmen wird. Die Märkte mögen zwar im Allgemeinen Zinserhöhungen nicht, doch die Laufende Reihe von Anhebungen spricht für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Einige Analysten meinen, dass es schlechte Nachrichten für die Konjunktur wiederspiegele, wenn Greenspan das Tempo der Rückkehr zum Neutralzins drosseln würde.

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