Spaniens einziges Biotech-Unternehmen Zeltia muss Rückschläge hinnehmen – Analysten raten zur Vorsicht: Allein die Hoffnung stützt den Kurs

Spaniens einziges Biotech-Unternehmen Zeltia muss Rückschläge hinnehmen – Analysten raten zur Vorsicht
Allein die Hoffnung stützt den Kurs

Biotechnologieunternehmen brauchen Ausdauer und viel Geld, um ihre Entwicklungen so weit zu bringen, dass ein üppiger Gewinn abfällt. Spaniens größtes und einziges Chemie- und Biotech-Unternehmen Zeltia will diese Ausdauer beweisen und sich nicht von Rückschlägen beirren lassen.

MADRID. Zeltia erforscht mehrere Präparate gegen Krebs, hat bislang jedoch kein einziges Mittel in den Handel bringen können. Im November scheiterten die Spanier im zweiten Anlauf, die in London ansässige European Medical Evaluation Agency (Emea), die über die Zulassung von Medikamenten in Europa entscheidet, von der Wirksamkeit ihres vermeintlichen Heilbringers „Yondelis“ zu überzeugen. Nach einem Berufungsverfahren war die Zulassung von „Yondelis“ für die Behandlung von Bindegewebskrebs erneut abgelehnt worden.

Das galicische Unternehmen ist im Madrider Referenzindex Ibex 35 gelistet und war auf Grund rosiger Zukunftsperspektiven von hoch wirksamen Krebsmedikamenten jahrelang ein Überflieger auf dem spanischen Parkett. Analysten sind in ihrer Einschätzung des Unternehmens mittlerweile jedoch sehr vorsichtig geworden und weisen stets auf die Gefahr hin, die mit dem Wert verbunden sein könnte. „Unsere Meinung zu Zeltia bleibt zurückhaltend“, sagt Martin Schneider, Iberien- Experte bei Deutschlands größter Fondsgesellschaft DWS. Das Madrider Brokerhaus Renta 4 empfiehlt mittelfristig orientierten Anlegern, die Aktie im Depot zu halten. Kurzfristig machen die Analysten Investoren aber keine Hoffnung auf Kurssteigerungen und mahnen, „sich stets des Risikos und der möglichen Schwankungen bewusst zu sein“.

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