Spanischer Ölkonzern
Drohende YPF-Verstaatlichung drückt Repsol

Der spanische Ölkonzern Repsol hat binnen eines Tages knapp zwei Milliarden Euro an Börsenwert verloren. Grund ist die drohende Verstaatlichung der argentinischen Tochter YPF. Die Aktien fielen um bis zu neun Prozent.
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FrankfurtDie drohende Verstaatlichung der argentinischen Tochter YPF hat Repsol am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Aktien des spanischen Ölkonzerns fielen um bis zu neun Prozent auf ein 22-Monats-Tief von 15,90 Euro. Dies ist der größte Kurseinbruch seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Repsol verlor damit binnen eines Tages knapp zwei Milliarden Euro an Börsenwert.

Argentinien will trotz internationaler Proteste 51 Prozent an YPF übernehmen. Bislang hält Repsol 57 Prozent der Anteile. Die argentinische Firma verfügt über zwei Fünftel der vermuteten Ölreserven des Konzerns und steuert rund ein Viertel des Betriebsgewinns bei.

„Die Unwägbarkeiten rund um die Enteignung von YPF wird die Aktie kurzfristig stark belasten“, schrieben die Analysten von Macquarie Equities Research in einem Kommentar. Sobald Klarheit herrsche, könnte sich allerdings eine Chance zum Einstieg eröffnen. Ihre Kollegen von der Citigroup und Merrill Lynch senkten die Kursziele für Repsol auf 20,50 beziehungsweise 23,80 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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