Spezialmaschinenbauer
Run auf Elexis-Aktien

Viele Investoren spekulieren auf ein höheres Übernahmeangebot für den Spezialmaschinenbauer Elexis und decken sich deshalb im großen Stil mit Aktien ein.
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Düsseldorf Die New Yorker Investmentgesellschaft Arnhold and S. Bleichroeder habe einen Anteil von 3,92 Prozent an Elexis angezeigt, teilte der Maschinenbauer am Dienstag mit. In den vergangenen Tagen hatte der Schweizer Investor Tito Tettamanti bereits sein Aktienpaket auf über 15 von rund zehn Prozent aufgestockt. Der Düsseldorfer Anlagenbauer SMS will Elexis für rund 175 Millionen Euro schlucken und bietet 19 Euro je Aktie.

Vorstand und Aufsichtsrat der Elexis sind indes uneins über die Angemessenheit der Angebotshöhe. Während der Vorstand die Offerte zur Annahme empfahl, lehnte das Kontrollgremium das Angebot in der vergangenen Woche als zu niedrig ab. Zwar halte der Aufsichtsrat eine Übernahme aus strategischer Sicht für möglicherweise vorteilhaft. Allerdings spiegele der Preis von 19 Euro je Aktie nicht das mittel- bis langfristige Potenzial einer Wert- und Kursteigerung in angemessener Weise wider. Die im Kleinwerteindex SDax gelistete Aktie notierte am Dienstag bei 19,20 Euro.

SMS ist bei der Übernahme unterdessen vorangekommen. Am 28. Juni - zwei Wochen vor Ablauf der Annahmefrist - hielt das familiengeführte Traditionsunternehmen 20,87 Prozent der Anteile. Zudem hat die SMS zuzurechnende Bernhard-Weiss-Stiftung in den vergangenen Tagen weitere 3,48 Prozent an Elexis erworben.

Neben dem Elexis-Vorstand hatte auch Großaktionär L. Possehl & Co dem Angebot zugestimmt und erklärt, seinen Anteil von rund 15 Prozent an SMS abzugeben. Weitere namentlich bekannte Eigner sind die Fondsgesellschaften DWS mit 5,46 Prozent und Union Investment mit 3,26 Prozent, die sich zu ihren Absichten bislang nicht geäußert haben.

 

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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