Spezialschraubenproduzent
SFS will Millionen Franken durch Börsengang

Der Schweizer Spezialschraubenproduzent SFS will mit seinem Börsengang 760 Millionen Franken erlösen und plant eine Erstnotiz für den 7. Mai. Die Aktien werden zwischen 57 und 69 Franken angeboten.
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ZürichDer Schweizer Spezialschraubenhersteller SFS Group will mit seinem Gang an die Börse bis zu 760 Millionen Franken erlösen. Dem Börsenkandidat selbst fließen davon bis zu 349 Millionen Franken (286 Millionen Euro) zu, der Rest geht an die Altaktionäre, wie die Firma am Mittwoch mitteilte. Das frische Kapital wolle SFS, der den i-Phone-Hersteller Apple und große deutsche Autobauer zu seinen Kunden zählt, in sein Geschäft investieren. "Wir wollen das Wachstum eindeutig beschleunigen", hatte Firmenchef Heinrich Spoerry jüngst gesagt. Auch Zukäufe seien nicht ausgeschlossen. Gespräche dazu gebe es derzeit aber nicht.

Investoren bietet SFS rund 5,06 Millionen neue Aktien zur Zeichnung an. Hinzu kommen weitere 4,95 Millionen Titel aus dem Bestand der Gründerfamilien. Zudem ist eine Zeichnungsreserve von knapp einer Millionen Aktien vorgesehen, die aus den Beständen der Gründerfamilien stammen. Die Preisspanne liegt bei 57 bis 69 Franken. Interessenten können die Papiere bis zum 6. Mai zeichnen. Das Börsendebüt ist für den 7. Mai vorgesehen. Den Gang aufs Parkett begleiten Credit Suisse, UBS und JP Morgan federführend.

Je nach Zuteilungskurs kommt SFS auf eine Marktkapitalisierung zwischen 2,138 bis 2,588 Milliarden Franken. Die 1928 im Ostschweizer Rheintal als Eisenwarenhandlung gegründete Firma zählt damit zu den 50 größten Unternehmen an der Schweizer Börse. Die SFS-Marktkapitalisierung ist vergleichbar mit der des Computerzubehörherstellers Logitech oder des Autozulieferers Georg Fischer. Der Streubesitz ist aber geringer: Die Gründerfamilien wollen weiterhin 55 Prozent an SFS halten. Der Spezialschraubenhersteller erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken und einen Reingewinn von 87 Millionen Franken.

Mit SFS wagt nach der Thurgauer Kantonalbank und der Online-Reiseagentur Bravofly in diesem Jahr bereits die dritte Firma den Schritt an die Schweizer Börse. Während die Titel der Thurgauer KB seit dem Börsengang Anfang April über dem Ausgabenpreis von 74 Franken gehandelt werden, konnte die Bravofly-Aktie den Zuteilungspreis von 48 Franken an der Börse bisher nicht erreichen und notierte zuletzt bei 43,35 Franken. Einen Börsengang angekündigt haben auch die Immobilienfirmen Hiag und Plaza sowie die Glarner Kantonalbank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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