Spitzenreiter Carmignac Euro-Patrimoine sichert jetzt Wertzuwächse ab
Offensive Mischfonds sehen Chancen in Europa

Weltweit ausgerichtete gemischte Fonds mit einem hohen Nordamerika-Anteil hatten in den vergangenen zwölf Monaten einen schweren Stand. Steigende US-Zinsen, ein fallender Dollar und auf der Stelle tretende Aktienmärkte belasteten. Ganz anders bei Fonds, die überwiegend oder ausschließlich in Europa investieren. Dort waren sogar zweistellige Gewinne möglich, wie die Ergebnisse der offensiv anlegenden Mischfonds mit grundsätzlich hohem Aktienanteil zeigen.

HB HAMBURG. Eine besondere Strategie verfolgen dabei Simon Pickard und Frédéric Leroux von der französischen Gesellschaft Carmignac. Die Manager des mit einem Plus von rund 13 Prozent auf dem ersten Rang liegenden Carmignac Euro-Patrimoine sind zwar immer zu mindestens 75 Prozent in Aktien aus Ländern der Europäischen Union investiert, sichern aber häufig große Teile ihres Portfolios gegen Kursverluste ab. Pickard: „Wir wollen die Schwankungen so niedrig wie möglich halten.“

Nachdem das Carmignac-Duo die weiteren Aussichten für europäische Aktien bereits Ende 2004 verhalten beurteilte, ist die Skepsis in den vergangenen drei Monaten weiter gestiegen. Daher erhöhte sich die Absicherungsquote von 45 auf 88 Prozent. „Die wichtigsten Statistiken deuten auf eine Wachstumsverlangsamung und eine Umkehr des Gewinnzyklus hin“, nennt Pickard einen der Gründe.

Auf der Rentenseite setzt Frédéric Leroux, der für diesen Teil des Portfolios verantwortlich zeichnet, vor allem auf Firmen- und Wandelanleihen (etwa Repsol und Gazprom) sowie variabel verzinste Papiere. Erste Wahl ist ein bis 2009 laufender Floater des deutschen Handelskonzerns Metro. Neue Engagements plant der Franzose bis auf weiteres nicht: „Staatstitel haben ein historisch hohes Niveau erreicht, und der Zinsvorsprung der Firmenanleihen ist vielfach zu gering, um das höhere Risiko zu rechtfertigen.“

Während der zweitplatzierte Julius Bär Strategy Growth zu mehr als 50 Prozent europäische Aktien und Renten bevorzugt, handelt es sich bei den Nächstplatzierten um regional konzentrierte Angebote. Der Newton Equity & Bond Fund etwa investiert zu mehr als 75 Prozent in Großbritannien, der Adig Plusfonds und der Oppenheim DA ganz überwiegend in Deutschland.

Letzteres gilt auch für das Schlusslicht der Tabelle, den CT-Global-Fonds UI von Universal Investment. Dort machen deutsche Dividendentitel knapp 70 Prozent des Fondsvermögens aus, weitere 20 Prozent stecken in europäischen Aktien. Obwohl die Anlagebedingungen vorsehen, grundsätzlich rund 20 Prozent des Portfolios als Basisinvestment in Bonds anzulegen, soll sich an dieser recht aggressiven Mischung bis auf weiteres nichts ändern. Jürgen Landsvogt, Vorstand der Hildesheimer Vermögensverwaltung Consulting Team und Berater des Fonds: „Wir sehen für europäische und insbesondere für deutsche Titel in den kommenden Monaten weiter gute Chancen.“

Egon Wachtendorf, Der Fonds

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%