Springer geht auf Kartellamt zu: Verkaufspläne bremsen Pro-Sieben-Aktie

Springer geht auf Kartellamt zu
Verkaufspläne bremsen Pro-Sieben-Aktie

Mit einem Minus von mehr als zwei Prozent reagiert die Aktie von Pro Sieben Sat 1 auf die neueste Entwicklung im Übernahmepoker zwischen Springer-Konzern und Bundeskartellamt. Die Pläne, Pro Sieben zu verkaufen, stoßen bei Analysten aber auf Zustimmung.

FRANKFURT. Das Angebot des Springer-Konzerns, im Falle einer Übernahme von Pro Sieben Sat 1 die Kernmarke Pro Sieben zu verkaufen, ist an der Börse auf Skepsis gestoßen. Die Aktien der Sendergruppe verloren am Vormittag in der Spitze mehr als 2,5 Prozent auf 16,35 Euro. „Der Markt hasst Unsicherheit. Und bei Pro Sieben Sat 1 ist die Unsicherheit im Moment sehr groß – und wird durch die Verkaufspläne noch größer“, sagte ein Analyst. Zwar sei der Verkauf von Pro Sieben für Springer der entscheidende Schritt, um die Erlaubnis für die Fusion zu erhalten. Die Probleme seien damit aber noch lange nicht vom Tisch. „Man kann nicht einfach das Unternehmen Pro Sieben aus dem Konzern rausnehmen und verkaufen. Da hängen zu viele gemeinsame Aktivitäten dran.“

Wie kompliziert die Lage ist, zeigen die Kaufpreisschätzungen der Analysten, die deutlich auseinandergehen. Als realistisch gilt jedoch ein Preis für Pro Sieben zwischen einer und 1,2 Mrd. Euro. Potenzielle Käufer zu finden sollte nach Meinung der Analysten kein Problem sein. Schon die Verkäufe anderer Sender wie Viva oder Neun Live hätten gute Preise erzielt. Und auch jetzt zeigen bereits zahlreiche Investoren Interesse.

Dass Springer dem Kartellamt den Verkauf von Pro Sieben und nicht von Sat 1 angeboten hat, stößt bei den Experten auf Zustimmung: „Sat 1 zeigt im Moment eindeutig die bessere Entwicklung und ist auch beim Marktanteil wieder an Pro Sieben vorbeigezogen“, sagt Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe. Die Zahlen sind eindeutig: Im vergangenen Jahr haben drei von vier Sender der Gruppe ihren Marktanteil gesteigert - nur die Kernmarke Pro Sieben nicht.“

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