Stabiler Überschuss Allianz erwägt höhere Dividende

Bisher liegt die Ausschüttungsquote der Allianz für ihre Anleger bei 40 Prozent – noch. Für 2014 wird die Dividende möglicherweise angehoben. Die Ratingagentur betätigt unterdessen die gute Ratingnote des Unternehmens.
Update: 14.03.2014 - 14:59 Uhr 1 Kommentar
Das Logo und der Schriftzug des Versicherungskonzerns Allianz an der Fassade der Allianz Arena in München zu sehen: Das Unternehmen könnte die Dividende bald anheben. Quelle: dpa

Das Logo und der Schriftzug des Versicherungskonzerns Allianz an der Fassade der Allianz Arena in München zu sehen: Das Unternehmen könnte die Dividende bald anheben.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Aktionäre der Allianz dürfen schon für das laufende Jahr auf eine höhere Dividende hoffen. „2014 werden wir unsere Ausschüttungsquote von 40 Prozent neu evaluieren“, kündigte der Münchener Versicherungsriese in seinem am Freitag publizierten Geschäftsbericht an. Die für 2013 gezahlten 5,30 Euro je Aktie - das waren rund 40 Prozent des Nettogewinns - entsprachen zwar einer Steigerung um 18 Prozent. Die Allianz selbst hatte aber vernehmliches Murren bei Analysten und Investoren festgestellt. In einer Reuters-Umfrage hatten Analysten für 2014 und 2015 steigende Ausschüttungen trotz stagnierender Gewinne erwartet, für 2014 schätzten sie im Schnitt 5,72 Euro Dividende je Aktie.

JPMorgan-Analyst Michael Huttner geht sogar von 6,10 Euro je Aktie aus. Die Allianz habe von einer „progressiven Dividende“ gesprochen. Sogar eine Sonderdividende von zwei Euro hält er für möglich, auch wenn die Allianz zuletzt wenig Neigung dazu habe erkennen lassen. Die Allianz bezeichnete die Ausschüttungsquote für 2013 als „angemessen, um die für unser Wachstum benötigte Kapitalbasis zu wahren und unseren Anteilseignern gleichzeitig eine attraktive Dividende zu bieten“. Anlagevorstand Maximilian Zimmerer hatte vor Analysten jedenfalls erkennen lassen, dass die Solvabilitätsquote kein Hinderungsgrund für eine steigende Ausschüttung sei: „Die Dividendenpolitik wird durch Investitionsgelegenheiten im Markt und die erwirtschafteten Cash-flows bestimmt, und durch sonst nichts.“

Der Versicherungsriese geht für das laufende Jahr von einem stabilen Jahresüberschuss aus. 2013 waren es 6,3 Milliarden Euro gewesen. Der operative Gewinn soll zwischen 9,5 und 10,5 (2013: 10,1) Milliarden Euro liegen. Die Ratingagentur Fitch traut der Allianz zu, mit dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft den Druck auf die Gewinne in der Leben-Sparte und bei den eigenen Finanzanlagen wettzumachen. JPMorgan-Analyst Huttner sieht das größte Risiko darin, dass die von Kapitalabflüssen gebeutelte US-Fondstochter Pimco ihr Gewinnziel 2014 verfehlt. Damit sie unter die Schwelle von 2,5 Milliarden Euro rutscht, müssten Pimco-Kunden nach seinen Berechnungen allerdings 180 Milliarden Euro abziehen, „und das ist eine große Zahl“. Fitch stuft die Allianz weiterhin mit „AA-“ ein, der viertbesten Note auf der 23-stufigen Skala.

Vorstandschef Michael Diekmann rangiert mit seinem Gehalt 2013 erneut in der Spitzengruppe im Leitindex Dax. Der höchste operative Gewinn seit sieben Jahren brachte ihm 7,2 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. 2012 hatte er 6,6 Millionen Euro verdient. 18 von 30 Dax-Unternehmen haben ihre Vorstandsvergütungen bisher offengelegt. Die gesamte Vergütung des Führungsgremiums, die sich aus Grundgehalt, kurz- und langfristigen Boni sowie Pensionszusagen zusammensetzt, stieg bei der Allianz 2013 auf 46,2 (44,7) Millionen Euro.

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1. Realistische Ziele definieren

Wozu soll das Vermögen dienen? Wollen Sie sich Wünsche wie die das schicke Auto oder teure Reisen erfüllen, oder geht es eher um die eigene Immobilie oder Altersvorsorge? Von der Antwort auf diese Fragen hängt ab, wie viel Vermögen sie brauchen und welche Anlageform sich letztlich anbietet.

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2. Sparbudget erfassen

Zunächst gilt es, das Budget für die Geldanlage realistisch einzuschätzen. Ist schon Geld verfügbar, sollten Sparer prüfen, ob und wie lange sie gegebenenfalls darauf verzichten können. Denn je länger das Geld ungestört Rendite abwerfen kann, umso besser klappt der Vermögensaufbau. Sollten etwa Neuanschaffungen oder größere Ausgaben in absehbarer Zeit anstehen, sollten Sie dafür schon mal Geld zurücklegen oder zumindest schnell verfügbar halten. Ist keine Grundstock vorhanden, gilt es zunächst monatliche Einnahmen und Ausgaben in einer Übersicht zu erfassen und so das für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehende Budget zu ermitteln.

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3. Risikoschutz und eiserne Reserven

Bevor jeder freie Euro in die Sparpläne gesteckt wird, sollten Anleger prüfen, ob ausreichend Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben vorhanden ist. Allgemein sind mindestens drei Nettoeinkommen auf dem Tagesgeldkonto empfehlenswert. Zudem sollten wesentliche existenzielle Risiken wie Haftpflicht, Hausrat oder Arbeitslosigkeit, Unfall, und Todesfall abgesichert sein. Das ist insbesondere für die Hauptverdiener von Familien wichtig.

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4. Risikoneigung hinterfragen

Steht fest, welche Beträge angelegt werden können, ist die eigene Risikoneigung einzuschätzen. Generell sind höhere Renditechancen mit größeren Risiken verbunden. Die zentrale Frage lautet, welche Verluste Sie bereit sind hinzunehmen, wenn sich dadurch die Chance auf eine höhere Rendite eröffnet. Dabei spielt der Anlagehorizont eine wesentliche Rolle.

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5. Anlagehorizont im Blick behalten

Wer sein Vermögensaufbauziel erst in vielen Jahren erreichen will und Verluste aussitzen kann, kann auch höhere Risiken eingehen. Dann können etwa Verluste an den Börsen über die Jahre mit der Erholung der Märkte wieder ausgeglichen werden. Je näher der Zeitpunkt der Zielerreichung rückt, umso konservativer und damit risikofreier sollte das Vermögen angelegt sein. Wer etwa für die Altersvorsorge spart, kann zunächst noch einen großen Anteil in riskantere Anlagen wie Aktien stecken und diesen Anteil im Laufe der Jahre allmählich in Rentenpapiere umschichten, bei denen das Verlustrisiko geringer ist.

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6. Anlageinstrumente clever auswählen

Sicher und kurzfristig verfügbar ist etwa das Tagesgeldkonto, dafür liegt die Rendite oft unterhalb der Inflationsrate. Fonds und Rentenpapiere bieten bessere Chancen, aber auch Verlustrisiken. Bei Aktien können Kurse stark schwanken, bei Unternehmenspleiten droht Totalverlust. Und mit einigen hochspekulativen Finanzinstrumenten wie bestimmten Zertifikaten können die Verluste sogar den Kapitaleinsatz übersteigen. Dafür winken hohe Gewinne, wenn es gut läuft. Wer monatlich Geld in den Vermögensaufbau stecken will, ist in aller Regel mit Renten-, Fonds- oder Aktiensparplänen gut beraten. Generell gilt: Informieren Sie sich gründlich, lesen Sie das Kleingedruckte und kaufen Sie nur, was sie auch verstehen.

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Bild: Marcel Stahn für Wirtschaftswoche

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  • Die Allianz sollte eher mal Ihre Ausschüttungen an die Versicherten und ihre überteuerte Beteiligung am Hoeness-Hedgefonds (FC Bayern) überprüfen.

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