Aktien
Stada geraten nach Prognosesenkung unter Druck

Nach einer gesenkten Gewinnprognose sind die Aktien der Stada Arzneimittel AG am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Die Titel des Generikaherstellers verloren gegen 10.30 Uhr im MDax 3,96 Prozent auf 28,40 Euro, während der Index um 0,55 Prozent auf 6 900,72 Zähler nachgab.

dpa-afx FRANKFURT. Nach einer gesenkten Gewinnprognose sind die Aktien der Stada Arzneimittel AG am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Die Titel des Generikaherstellers verloren gegen 10.30 Uhr im MDax 3,96 Prozent auf 28,40 Euro, während der Index um 0,55 Prozent auf 6 900,72 Zähler nachgab.

Der Generikahersteller hatte am Vorabend wegen einer Abschreibung auf das Liponova/Reniale-Projekt die Gewinnprognose für das laufende Jahr um 16,7 Prozent gesenkt. Die Prognose für den Gewinn im Jahr 2005 wurde um zehn Mill. Euro auf jetzt rund 50 Mill. Euro reduziert.

Ein Händler in Frankfurt betonte, dass die Stada-Meldung zwar "kein Drama", aber aus mehreren Gründen negativ für die Aktie sei. Erstens werde der Gewinn unerwartet schwach ausfallen. Zweitens verschiebe sich wohl der Vermarktungsbeginn von Reniale. Drittens habe Stada mitgeteilt, dass es ungeachtet der Abschreibungen und Wertberichtigungen für das laufende Jahr eine Dividende mindestens in Vorjahreshöhe ausschütten wolle. Der Marktkonsens liege bisher bei einer Anhebung der Dividende von 0,39 Euro für das Vorjahr auf 0,46 Euro je Aktie für das laufende Jahr.

Positiver äußerte sich die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP), die die Aktien mit "Outperformer" und einem Kursziel von 35,00 Euro (Ende 2006) bestätigte. "Das Reniale-Projekt hatte große Chancen aber auch Risiken. Die Abschreibung ist bedauerlich, aber einmalig", hieß es in einer Studie vom Donnerstag. Das Kursminus sieht die LRP als Einstiegsgelegenheit. equinet äußerte sich ähnlich wie die LRP. Bei einem deutlich Kursrückgang ergebe sich eine interessante Kaufgelegenheit. Die Titel bestätigten die Analysten mit "Hold" beim Kursziel 30 Euro.

Merck Finck & Co. bestätigte die Empfehlung "Buy". Die operative Entwicklung im Generika-Geschäft boome weiter, hieß es zur Begründung. Allerdings wurde die Prognose für den Gewinn je Aktie (EPS) für das laufende Jahr von 1,22 auf 1,05 Euro gesenkt. Die Schätzungen für 2006 und 2007 seien dagegen nicht beeinträchtigt, da hier bisher noch nichts in die Schätzungen eingearbeitet worden sei.

Analyst Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler sagte: "Ich würde die Abschreibung wegen der Wertberichtigungen auf das Liponova-Projekt nicht überbewerten, da das operative Geschäft bei Stada derzeit rund läuft." Alleine für die ersten neun Monate habe Stada den Umsatzanstieg mit rund 25 Prozent beziffert.

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