Aktien
Stada sehr schwach

dpa-afx FRANKFURT. Mit einem Minus von knapp drei Prozent haben Aktien der Stada Arzneimittel AG am Freitag zu den schwächsten Werten im MDax gezählt. Händler verwiesen auf einen Pressebericht, demzufolge das Gesundheitssystem in den kommenden Jahren durch Einsparungen bei den Kosten für Arzneimittel entlastet werden soll. Bis 11.50 Uhr fielen Stada-Aktien um 2,10 Prozent auf 27,50 Euro. Der MDax gewann 0,08 Prozent auf 6 941,52 Punkte.

"Arzneimittelhersteller müssen grundsätzlich mit Veränderungen im Gesundheitswesen leben", sagte Analyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland Pfalz. "Eine scharfe Neuregelung wirkt sich hier direkt negativ aus. Sollten die geplanten Maßnahmen tatsächlich so durchgesetzt werden, würde Stada klar belastet. Noch weiß man aber nicht, was kommt". Langfristig müsse Stada dann Wege finden, die Belastungen weiterzugeben oder die Kosten zu senken. So denke das Unternehmen bereits daran, Rohstoffe aus Indien zu beziehen.

Analyst Karl Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler sagte: "Ich gehe davon aus, dass die Sparmaßnahmen von SPD und Union bei den Arzneimittelausgaben Stada als einen der Großen in der Branche nicht so sehr betreffen werden wie die kleineren Konkurrenten". Auch er verwies darauf, dass Stada eher die Möglichkeit habe, Belastungen auf der einen Seite durch Entlastungen in anderen Bereichen auszugleichen.

Laut der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wollen CDU und SPD in den kommenden Jahren die Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung um mindestens acht Mrd. Euro senken und dabei vor allem bei den Arzneimittelkosten sparen. Hersteller von Generikamedikamenten sollen einen Abschlag von fünf Prozent auf ihren Abgabepreis an die Kassen leisten.

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