Stahlbranche
Analysten: Konsolidierungsdruck steigt

Analysten erwarten, dass durch die geplante Übernahme von Arcelor durch den Stahlproduzenten Mittal Steel und die Entstehung des mit Abstand größten Branchenkonzerns der Konsolidierungsdruck weiter steigt.

HB DÜSSELDORF. “Die anderen Stahlhersteller müssten sich überlegen, wie sie sich jetzt gegen den neu entstehenden Riesen positionieren“, sagte Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz am Freitag in einer ersten Einschätzung. Für die Thyssen-Krupp AG allerdings sei sehr positiv, dass sie jetzt doch noch den kanadischen Hersteller Dofasco übernehmen könne.

Nachteilig für die Konkurrenten von Mittal/Arcelor könne sein, dass das fusionierte Unternehmen bei der Beschaffung von Rohstoffen günstigere Konditionen aushandeln können als die kleineren, sagte Hofmann. Das neue Unternehmen liege in der Stahlbranche mit weitem Abstand an der Weltspitze.

Es gebe für den Markt aber auch positive Aspekte: So habe Arcelor, bislang die Nummer Eins in Europa, in Zeiten rückläufiger Nachfrage die Produktion gedrosselt und so auf den Sektor stabilisierend gewirkt. Sollte diese Politik fortgesetzt werde, könnte davon der gesamte Sektor profitieren.

Andere Beobachter gehen nicht davon aus, dass die Kartellbehörden gegen eine Übernahme von Arcelor durch Mittal größere Bedenken haben. Die Marktanteile der Konzerne seien weltweit relativ gut verteilt, hieß es von Analystenseite.

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