Stahlwerkverkauf

Schleppende Verhandlungen drücken Thyssen

Das mögliche Scheitern des Stahlwerk-Verkaufs bringt ThyssenKrupp immer weiter in Bedrängnis. Darunter leiden die Aktien: Sie verloren 0,8 Prozent. Auch die Banken könnten bald den Druck auf ThyssenKrupp erhöhen.
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Das mögliche Scheitern des Stahlwerksverkauf bringt Thyssen immer weiter in Bedrängnis. Sollte der Abschluss bis zum Ende des Geschäftsjahrs nicht gelingen, könnten die Banken den Druck auf den mit mehr als fünf Milliarden Euro verschuldeten Konzern erhöhen. Quelle: ap

Das mögliche Scheitern des Stahlwerksverkauf bringt Thyssen immer weiter in Bedrängnis. Sollte der Abschluss bis zum Ende des Geschäftsjahrs nicht gelingen, könnten die Banken den Druck auf den mit mehr als fünf Milliarden Euro verschuldeten Konzern erhöhen.

(Foto: ap)

FrankfurtDas mögliche Scheitern des Stahlwerks-Verkaufs hat ThyssenKrupp am Mittwoch belastet. Die Aktien verloren 0,8 Prozent auf 15,86 Euro und gehörten damit zu den größten Dax-Verlierern. „Plan B ist, die Werke zu behalten“, sagte ein Insider zu Reuters nach Beratungen des Aufsichtsrats. Vorstandschef Heinrich Hiesinger versucht seit über einem Jahr, die verlustträchtigen Werke in Übersee abzustoßen. „Es mehren sich die Hinweise, dass der Deal abgeblasen wird“, sagte ein Händler.

Vor der Aufsichtsratssitzung am Dienstag hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bereits unter Berufung auf das Umfeld des Konzerns berichtet, dass der Vorstand die geplante Veräußerung der Stahlwerke abbrechen werde. Die Thyssen-Aktien hatten am Dienstag 1,7 Prozent eingebüßt. Aus Sicht von DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp ist die Wahrscheinlichkeit einer umfangreichen Kapitalerhöhung weiter gestiegen. Er bestätigte seine Verkaufsempfehlung für die Papiere.

Sollte ThyssenKrupp ein Abschluss des Verkaufs bis zum Ende des Geschäftsjahres im September nicht gelingen, könnten die Banken den Druck auf den mit mehr als fünf Milliarden Euro verschuldeten Konzern erhöhen. Eine Kapitalerhöhung könnte dann für Entlastung sorgen.

  • rtr
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