Aktien
Stahlwerte europaweit erneut unter Druck - Stimmung getrübt

Erneut haben die Stahlwerte am Mittwoch europaweit unter Druck gestanden. Thyssen-Krupp fielen bis 12.50 Uhr mit minus 1,82 Prozent bei 15,66 Euro ans Dax-Ende, während der Dax 0,24 Prozent auf 4 202,30 Punkte verlor.

dpa-afx FRANKFURT/PARIS/LONDON. Erneut haben die Stahlwerte am Mittwoch europaweit unter Druck gestanden. Thyssen-Krupp fielen bis 12.50 Uhr mit minus 1,82 Prozent bei 15,66 Euro ans Dax-Ende, während der Dax 0,24 Prozent auf 4 202,30 Punkte verlor. Im MDax fielen Salzgitter um 3,17 Prozent auf 14,05 Euro. Arcelor gaben 2,59 Prozent auf 16,16 Euro ab, Corus Group verloren 2,33 Prozent auf 52,50 Euro.

Die Stimmung werde durch die zuletzt schwache Entwicklung der US-Stahlwerte verhagelt, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Zudem habe sich die jüngste Kurskorrektur in dem Sektor negativ auf die Chartbilder ausgewirkt, was wohl den Verkaufsdruck zusätzlich erhöhe. Die Werte seien im Jahresverlauf schon sehr gut gelaufen und einige Investoren nähmen nun Gewinne mit. Dies erhöhe den Verkaufsdruck. Allerdings näherten sich die Aktien ihren Unterstützungszonen und fundamental bleibe das Bild weiter leicht positiv, sagte der Händler. Entsprechend sollten die Aktien bald wieder zur Erholung ansetzen.

Analysten sehen Risiken für die Stahlbranche vor allem in der Entwicklung in China. So hatten die Experten der UBS ihre Einschätzung für den weltweiten Stahlsektor zu Wochenbeginn auf "Neutral" reduziert. China wandele sich von einem Netto-Stahl-Importeur zu einem Netto-Stahl-Exporteur, was für die Zukunft erheblichen Druck auf die Stahlpreise erwarten lasse. Die Lagerbestände dürften vor diesem Hintergrund weltweit anschwellen und auf die Preise drücken, hieß es in der Studie weiter. Gleichzeitig verteuerten sich die Kosten der Rohstoffe für die Stahlproduktion, was die Gewinnspannen zusätzlich unter Druck bringe.

Die chinesische Regierung rechnet im kommenden Jahr mit einer Abschwächung des Stahlbooms. Die Nachfrage nach Stahl werde 2005 um elf Prozent steigen, hieß es aus dem Handelsministerium in Peking. In den ersten zehn Monaten diesen Jahres wuchs der Bedarf noch um 20,6 Prozent auf 263,5 Mill. Tonnen. Die weltweite Stahlbranche profitiert von der schnell wachsenden Wirtschaft Chinas, die mit ihrem Stahlhunger die Preise zuletzt drastisch steigen ließ.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%