Starmine Analysten Award
Kontinuität zeigt den wahren Könner

Ein „Award“ bringt schnellen Ruhm. Doch wer bekannt bleiben will, muss mehr leisten, als nur einmal ganz oben auf den Gewinnerlisten zu stehen. „Die Qualität eines Analysten erkennt man erst über die Jahre hinweg“, sagt Stuart McLean, Europa-Chef des unabhängigen Analysehauses Starmine.

rez FRANKFURT. Das sehen Anlegerschützer wie Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz genauso: „Ein kontinuierlich gutes Abschneiden in den Rankings weist auf hohe Qualität hin“.

Wer einmal in den Rankings war, taucht mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent wieder in den Rennlisten unabhängiger Researchhäuser auf. Doch die Zahl derjenigen, die regelmäßig Preise einheimst, bleibt gering. Nach Schätzung von Starmine gewinnen höchstens fünf Prozent aller Analysten regelmäßig Awards.

Für die starke Fluktuation in den Rennlisten nennt McLean mehrere Gründe: „Es ist schwer, auf Dauer außergewöhnlich gut zu sein.“ Außerdem sei es nicht untypisch für die oft jungen Analysten, sich einen Namen zu machen und dann zu einem lukrativeren Arbeitgeber wie etwa einem Hedge-Fonds zu wechseln. Gerade in den vergangenen beiden Jahren habe es viele Wechsel von Analysten in andere Bereiche, aber auch zu anderen Wertpapierhäusern gegeben, sagt McLean.

Zu den professionellen Aktienanalysten, die es seit Jahren in die Rankings renommierter Researchhäuser schaffen, gehört Martin Possienke von Equinet. Im Starmine-Ranking hat er seit 2003 fast in jedem Jahr Auszeichnungen bekommen, insgesamt neun Awards. In diesem Jahr gewinnt der 36-jährige Hannoveraner eine Trophäe für seine Gewinnschätzungen. Der Mediziner, der auch schon als Arzt in einem Unfallkrankenhaus gearbeitet hat, belegt Rang zwei in seinem Sektor Gesundheit.

Possienke zählt zu den wenigen Analysten, die außer für Gewinnschätzungen auch für ihre Aktienempfehlungen prämiert wurden. Für genaue Gewinnschätzungen müsse ein Experte vor allem gründlich und strukturiert mit Zahlen und Systemen arbeiten können, sagt McLean. Für passende Aktientipps benötige der Analyst zusätzlich Gefühl für die Lage am Markt. Possienke kommt es bei seiner Arbeit darauf an, mit guten Schätzungen ein solides Fundament zu schaffen für fruchtbare Diskussionen mit Unternehmen und Investoren. Ihm komme dabei nach eigener Aussage seine Zahlenliebe und die Gabe, gut zuhören zu können zugute.

Die Rankings helfen den Preisträgern wie auch ihren Arbeitgebern. Den Wertpapierhäusern dienen die Awards als Verkaufshilfe für ihr Research, das als Türöffner für Wertpapiergeschäfte genutzt wird. Analysten präsentieren die Auszeichnungen bei ihren Gehaltsverhandlungen.

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