Steigender Ölpreis bringt Dax ins Schlingern
Analysten glauben an "technische Erholung"

Dass die Notierungen an den Ölmärkten weiter anziehen, bringt die weltweiten Aktienindizes erneut ins Schlittern.

HB FRANKFURT. Schon kurze Konsolidierungen bei den Ölpreisen hatten zuletzt zu einer deutlichen Erholung an den Aktienmärkten geführt. Nachträglich muss der Kopf der zuletzt ausgebildeten Schulter-Kopf-Schulter-Formation im Dax allerdings als „Bullenfalle“ eingestuft werden. Nahe der zwischenzeitlich erreichten Marke bei 3 848 Punkten im Dax besteht nun die Möglichkeit für eine „technische Erholung“. Dieser wird allerdings von der Mehrzahl der von Dow Jones befragten technischen Analysten nur ein begrenztes Potenzial eingeräumt.

Die aktuelle Bewegung im Dax stuft der technische Analyst Klaus Tafferner als Korrektur der Aufwärtsbewegung seit Mitte August ein. Allerdings sollte diese spätestens im Bereich bei 3 790/3 800 Punkten zum Halten kommen. Die technischen Indikatoren wie der RSI deuten auf eine kleine Erholung in den kommenden Tagen hin. Das Potenzial reiche maximal bis in den Bereich bei 3 960 Punkten. Tafferner weist explizit darauf hin, dass die letzte große Aufwärtsbewegung mit einem recht dünnen Umsatzvolumen stattgefunden habe, die Abwärtsbewegung dagegen von einem hohen Handelsvolumen begleitet wurde. Das übergeordnete langfristige Bild sei „fallend“.

Technische Erholung in den kommenden Tagen möglich

Faktoren, die den Dax momentan belasten, seien unter anderem der Dow-Jones wie auch das Öl. Charttechnisch sehe der US-Index „fürchterlich“ aus, nachdem er unter das Tief von Mitte August gefallen sei. In den nächsten vier Wochen erwartet der Analyst den Test der Marke von 9 200 Punkten. Das Öl der Sorte Brent legt nach Aussage von Tafferner am Fibonacci-Projektionswiderstand an der Marke bei 51,60 Dollar eine Verschnaufpause innerhalb des intakten Aufwärtstrendes ein. Die Frage sei nicht ob, sondern wann der Preis für das schwarze Gold nach oben entschwinde. Als nächste Kursmarke für das Brent-Crude-Oil sieht er die Fibonacci-Projektionsmarke bei 68 Dollar, diese Verteuerung hätten die Aktienmärkte bisher noch nicht eingepreist.

Für die kommenden ein bis zwei Handelstage sieht der technische Analyst Martin Siegert von der Landesbank Baden-Württemberg eine technische Erholung bis zum Mid-Gap bei 3 910 Punkten im Dax. Damit wäre auch der Pullback bis an die ehemalige Unterstützung vollzogen. Möglicherweise werde auch noch das Gap-Close bei 3 935 Punkten erreicht, spätestens dann sollte allerdings der Test und möglicherweise Bruch der Marke bei 3 794 anstehen. Sollte auch das Tief vom 31. Oktober 2004 bei 3 778 Punkten herausgenommen werden, seien alle Voraussetzungen für die Fortsetzung der Abwärtsbewegung gegeben. Als Minimalziel einer solchen Bewegung sieht Siegert dann die 3 658 im Dax. Sollte sich allerdings ein Boden oberhalb der Unterstützung bei 3 848 Punkten etablieren, erhalte der Index eine „letzte bullishe“ Variante. Eine höhere Wahrscheinlichkeit habe allerdings das erstgenannte Szenario.

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