Steinhoff
Einzelhandelsriese treibt Börsenpläne für Afrika-Tochter voran

Einzelhandelsriese Steinhoff treibt die Börsenpläne für seine Afrika-Tochter voran. Bis Ende September will der Konzern an die Börse gehen. Grund für die Börsenpläne ist der Einstieg von Steinhoff beim Rivalen Shoprite.
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FrankfurtDer deutsch-südafrikanische Einzelhandelsriese Steinhoff macht mit den Börsenplänen für seine Afrika-Tochter ernst. Die Steinhoff Africa Retail (Star) solle bis Ende September ihr Debüt an der Börse in Johannesburg feiern, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Steinhoff am Mittwoch mit.

Star war zum 1. Juli von Steinhoff abgespalten worden, der Konzern will aber die Mehrheit daran behalten. Zu STAR gehören Möbel-, Kleidungs-, Schuh-, Haushaltswaren-Händler und Baumärkte in Südafrika und angrenzenden Ländern ebenso wie eine Autoreparatur-Kette. Der Erlös aus dem Aktienverkauf geht an den Mutterkonzern.

Hintergrund der Börsenpläne ist der Einstieg von Steinhoff beim Rivalen Shoprite. Der Konzern hat die Option, 22,7 Prozent der Anteile und 50 Prozent der Stimmrechte an Shoprite von dem südafrikanischen Milliardär Christo Wiese und von der staatlichen Investmentgesellschaft PIC für umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro zu erwerben. Die Beteiligung soll künftig bei STAR angedockt werden. Wiese ist auch der größte Aktionär und Aufsichtsratschef von Steinhoff. Eine Fusion von Shoprite und Steinhoff war Anfang des Jahres trotzdem gescheitert.

Begleitet wird der Börsengang von STAR federführend von den Investmentbanken Citigroup, Investec, J.P. Morgan und Morgan Stanley. Im Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende September) kam Star auf einen Umsatz von 51,2 Milliarden südafrikanischen Rand (3,3 Milliarden Euro) und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,49 Milliarden Rand (223 Millionen Euro).

2016/17 soll das Ebit nach zwei Übernahmen auf 6,06 Milliarden Rand (389 Millionen Euro) steigen. „Die Eröffnung weiterer Filialen und organische Wachstumsinitiativen geben uns die Möglichkeit, die operative Umsatzrendite auszubauen und das starke Wachstumstempo aufrecht zu erhalten“, erklärte Steinhoff.

Der Mutterkonzern versucht sich seit einigen Jahren stärker als europäisches Unternehmen zu profilieren und war deshalb vor eineinhalb Jahren von der Börse in Johannesburg nach Frankfurt gewechselt. In Europa ist Steinhoff vor allem als Möbelhändler (Poco, Leiner, Kika und Conforama) bekannt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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