Steuerfreie Ausschüttung
Euroshop trumpft bei der Dividende auf

Von den Spekulationen über die Zulassung steuerbefreiter Immobiliengesellschaften in Deutschland profitierte auch die Aktie der Deutschen Euroshop AG (DES).

HB DÜSSELDORF. Das Papier des Immobilienunternehmens ist seit der Aufnahme in den MDax im September vorigen Jahres um mehr als 40 Prozent im Wert gestiegen und notiert aktuell bei rund 48 Euro. Auch wenn die Aktie nach Meinung der Analysten kaum noch Potenzial nach oben besitzt, ist das Papier noch immer für Anleger interessant, die eine hohe Dividendenrendite suchen.

Das Hamburger Unternehmen ist an 14 Shopping-Centern im In- und Ausland, die eine Gesamtmietfläche von rund 530 000 Quadratmetern aufweisen, beteiligt. DES setzt dabei auf ein innovatives Konzept: Einkaufen soll ein Freizeiterlebnis sein und den Kunden unter einem Dach Geschäfte, Cafes und Restaurants bieten. Das DES-Management achtet deshalb bei der Vermietung auf einen ausgewogenen Branchenmix.

Zugpferde sind namhafte Filiallisten wie H&M, Saturn oder Zara. Die zehn größten Mieter machen jedoch nur ein Viertel der jährlichen Mieteinnahmen aus. Der Rest entfällt auf Discounter, Drogerien, Apotheken, Restaurants und ortsansässige Einzelhändler. „So fallen Einnahmeausfälle durch die Insolvenz eines Mieters weniger stark ins Gewicht“, meint Roland Koenen vom Bankhaus Lampe.

Neben ihrer diversifizierten Mieterstruktur zeichnen sich die Immobilien durch einen hohen Vermietungsstand von durchschnittlich 99 Prozent aus. Zudem sind die Einnahmen aufgrund langfristiger Mietverträge gut kalkulierbar: Rund 86 Prozent der Mietverträge haben eine Laufzeit bis 2010 und länger.

Euroshop konzentriert seine Aktivitäten zudem auf die Zentren mittelgroßer Städte. Nach Meinung von Andre Remke, Aktienanalyst bei der Hypo-Vereinsbank, ein kluger Schachzug: Denn während unter den vielen Shopping-Centern in den Großstädten starker Wettbewerb herrsche, besäßen die Einkaufscenter in den so genannten B-Städten eine Monopolstellung – und damit gute Chancen.

So sehen das auch die Experten der Ratingagentur Feri Research, die die Perspektiven der Euroshop-Häuser untersucht haben. In ihre Analyse flossen neben makroökonomischen Daten vor allem lokale Aspekte wie Standortwahl, Konkurrenzsituation und Einkommensstruktur mit ein. Zehn Häuser erhielten in der Studie die Note „sehr gut“, eines wurde mit „weit überdurchschnittlich“ bewertet. Die übrigen drei werden erst in diesem Jahr ins Rating einbezogen.

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