Strategiewechsel und steigende Strompreise überzeugen die Mehrheit der Experten
Analysten setzen auf die RWE-Aktie

Die Aktie des Energieversorgers RWE setzt auch nach einem fulminanten Kursanstieg seit Jahresbeginn die Analysten weiter unter Strom. Eine Mehrheit von ihnen sieht gute Perspektiven für Deutschlands größten Stromkonzern und legt Anlegern das Papier ans Herz.

FRANKFURT/M. Für die Aktie sprechen nach Ansicht der Beobachter in erster Linie die stark gestiegenen und voraussichtlich weiter anziehenden Strompreise, was dem RWE-Gewinn in den kommenden Jahren Rückenwind verleihen sollte. Dennoch gilt die Stromaktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut zwölf für das Jahr 2004 immer noch als verhältnismäßig günstig bewertet. Außerdem lockt eine jährliche Erhöhung der Dividende von 15 Prozent bis 2006, die vom Vorstand in Aussicht gestellt wird. Die Dresdner Bank sieht daher bis Ende 2005 ein Kursziel von 45 Euro und empfiehlt das Papier zum Kauf.

Für den Höhenflug der Aktie im zurückliegenden halben Jahr, in dem der Kurs von 30 auf mehr als 41 Euro kletterte, gibt es mehrere Ursachen. Zum einen favorisierten die Anleger aufgrund bestehender Unsicherheiten an den Märkten und steigender Risikoscheu defensive Branchen wie Versorger. Positiv bei RWE wirkte sich nach Meinung von Stephan Wulf, Analyst bei Sal. Oppenheim, zudem aus, dass die Anleger dem RWE-Management wieder Vertrauen schenken. In der Vergangenheit hatte die Verwaltung mit einer milliardenschweren Einkaufstour und der damit einhergehenden rasant steigenden Verschuldung die Börsianer verprellt.

Der seit 2003 amtierenden Konzernchef Harry Roels leitete jedoch einen Strategiewechsel ein. Kurz und schmerzlos stieß der neue RWE-Chef Nicht-Kernbereiche wie die Beteiligungen an Hochtief, Heidelberger Druck und dem US-Steinkohlekonzern Consol ab, loben die Analysten. Folge: Der Schuldenstand von 24,7 Mrd. Euro schmolz auf 17 Mrd. Euro kräftig ab.

Dazu verfolgt der Vorstand nach Ansicht der Experten nun eine maßvolle Akquisitionspolitik. „Roels macht dadurch einen souveränen Eindruck am Kapitalmarkt“, hebt Oppenheim-Analyst Wulf hervor. Die konsequente Rückbesinnung auf Kernkompetenzen erhöht nach Meinung von Beobachtern die Ertragskraft, und dies wirke sich günstig auf den Aktienkurs aus.

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