Studie
Krise lähmt Geschäft mit Börsengängen

Die Krise zeigt Wirkung: Unternehmen schrecken vor dem Börsengang zurück. In Europa hat sich laut einer Studie die Zahl der Börsen-Debütanten nahezu halbiert. In Deutschland wagte sich von Januar bis März sogar nur ein Unternehmen aufs Parkett.

AP FRANKFURT. Die Finanzmarktkrise hat das Geschäft mit Börsengängen in Deutschland praktisch zum Erliegen gebracht. Im ersten Quartal wagte nur noch ein Unternehmen den Gang auf das Parkett. Vor einem Jahr waren es dagegen noch 17, wie aus einer am Montag veröffentlichten Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) hervorgeht. Auch in Europa und in den USA brach die Zahl der Börsengänge ein.

In Europa halbierte sich die Zahl der Börsen-Debütanten von 139 auf 70. Das Volumen der Aktienemissionen brach auf magere 1,99 Mrd. Euro ein nach rund 10,63 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. "Die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten hinterlässt tiefe Spuren. Eine Besserung ist frühestens für das dritte Quartal zu erwarten", sagte Volker Fitzner, Partner bei PwC.

In Europa verteidigte London trotz drastischer Einbußen seine Position als führender Börsenplatz. Dort gab es im ersten Quartal noch 20 Erstnotizen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,03 Mrd. Euro, ein Jahr zuvor waren es 59 Emissionen und 8,53 Mrd.Euro. Die NYSE Euronextkam auf 17 Erstemissionen, nach 25 vor einem Jahr. Auf Rang drei folgt die Luxemburger Börse mit fünf IPOs im Gesamtvolumen von 196 Millionen Euro. An der Deutschen Börsegab es von Januar bis März mit der AVW Immobilien AG nur einen Börsengang.

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