Aktien
Swiss Re schwach - Schaden-Kosten-Quote in Gefahr

Sorgen über die Erreichbarkeit der Zielvorgabe für die Schaden-Kosten-Quote von Swiss Re haben die Aktien des Schweizer Rückversicherers am Freitag belastet. Das Papier fiel bis 11.55 Uhr um 1,84 Prozent auf 71,90 Franken. Zugleich behauptete sich der Swiss-Market-Index (SMI) knapp mit minus 0,46 Prozent auf 5 485,90 Punkte.

dpa-afx ZÜRICH. Sorgen über die Erreichbarkeit der Zielvorgabe für die Schaden-Kosten-Quote von Swiss Re haben die Aktien des Schweizer Rückversicherers am Freitag belastet. Das Papier fiel bis 11.55 Uhr um 1,84 Prozent auf 71,90 Franken. Zugleich behauptete sich der Swiss-Market-Index (SMI) knapp mit minus 0,46 Prozent auf 5 485,90 Punkte.

Die Wahrscheinlichkeit sei gestiegen, dass die ganzjährige Großschadensbelastung über den von der Swiss Re erwarteten 1 Mrd. Franken liege, sagte Analyst Georg Marti von der ZKB. Wäre dies der Fall und würde Swiss Re dann wie angekündigt auf die Schwankungsreserven zurückgreifen, könnte die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) und die Profitabilität im Zielbereich ausgewiesen werden, auch wenn sie nicht tatsächlich erreicht würden.

Die Schaden-Kosten-Quote zählt zu den wichtigsten Daten bei Versicherung und gibt Aufschluss über deren Profitabilität. Bei Werten unter 100 Prozent arbeitet eine Versicherung im operativen Geschäft profitabel.

Analysten von Pictet verwiesen auf ein Interview mit dem Swiss-Re-Chef John Coomber, in dem dieser gesagt hatte, dass er über die nächsten drei Jahre hinweg mit einer Eigenkapitalrendite von 13 Prozent nach Steuern rechne. "Wir erwarten nun Aufklärung darüber, ob darin die Schäden durch den Hurrikan Ivan und den Taifun Songda enthalten sind", so die Experten. Sie gehen aber in jedem Fall davon aus, dass sie ihre Schätzungen etwas reduzieren müssen.

Während nach der Mitteilung der Swiss Re über die Belastungen durch die Hurrikans Charley und Frances noch das Ziel der Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) von 96 Prozent bestätigt wurde, hatte dieser Zusatz in der aktuellen Meldung gefehlt. Erst auf Anfrage hatte Swiss Re gesagt, dass sie zur Quote derzeit noch keine Angaben machen könne, solange die Schadensmeldungen nicht vorlägen. Zuvor hatten die Schweizer bekannt gegeben, dass sie auf der Basis aktueller Einschätzungen für den Hurrikan Ivan und den Taifun Songda mit einer Schadenbelastung von rund 300 Mill. Dollar vor Steuern rechnen würden.

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