Aktien
T-Online und Telekom fest - Charttechnische Gründe dominieren

Die Aktien der Deutschen Telekom und deren Internet-Tochter T-Online haben am Donnerstagmorgen spürbar zugelegt. Am Markt erwiesen Händler vor allem auf charttechnische Gründe bei der T-Aktie.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Telekom und deren Internet-Tochter T-Online haben am Donnerstagmorgen spürbar zugelegt. Am Markt erwiesen Händler vor allem auf charttechnische Gründe bei der T-Aktie. Am Morgen hatte zudem T-Online mitgeteilt, sie kaufe den spanischen Netzbetreiber Albura für insgesamt 61,5 Mill. Euro inklusive Schulden.

Die T-Aktie stieg bis 10.20 Uhr mit plus 1,59 Prozent auf 15,33 Euro an die Spitze im Leitindex Dax , während dieser bei 4 583,44 Punkten unverändert tendierte. Im TecDax gewann das T-Online-Papier 1,32 Prozent auf 8,42 Euro und war damit zwischenzeitlich der stärkste Wert im TecDax. Der deutsche Technologie-Index behauptete sich gut mit plus 0,25 Prozent auf 548,36 Zähler.

Den deutlichen Anstieg der T-Aktie führte Händler Stephan Linz von der Baden-Württembergischen Bank auf charttechnische Gründe zurück. "Bereits gestern ist das Papier aus dem mittelfristigen, charttechnischen Abwärtskanal ausgebrochen und hat nun heute den wichtigen Widerstand bei 15,20 bis 15,22 Euro genommen", sagte er.

Auch der Telekom-Experte der HVB, Thomas Friedrich, begründete den Kursanstieg der T-Aktie vor allem damit, dass die positive Stimmung für Telekomwerte vom Vortag noch nachwirke und dies auch Auswirkungen auf die T-Online-Aktie habe. Am Mittwoch hatte die T-Aktie aus charttechnischen Gründen und nach positiven Aussagen der France Telecom zu Dividendensteigerungen zugelegt.

Die Bedeutung der Akquisition von T-Online sieht er als relativ gering an. "Für die Telekom ist die Akquisition so klein, dass sie nicht auf den Kurs durchschlagen dürfte", sagte Friedrich. Selbst für T-Online, deren Wert rund neun Mrd. Euro betrage, sei dies nur ein kleiner Zukauf. Außerdem sei letztlich der T-Online-Kurs inzwischen durch das Umtauschverhältnis in Telekom-Aktien festgelegt.

Alles in allem wertet er die Nachricht aber positiv. Durch den Zukauf werde das Geschäft des Internetbetreibers auf eine neue Basis gestellt, da es "hier um die Infrastruktur geht", sagte der Analyst.

Analyst Robert Gallecker von der Bayerischen Landesbank sieht den Schritt des Internetbetreibers als "logische Konsequenz" aus dem angekündigten Ziel, den eingeschlagenen Expansionsweg im Internetbereich fortzusetzen. "In Spanien und Frankreich war T-Online bereits ohnehin aktiv, da ist es logisch, dass die Position des Unternehmens weiter ausgebaut und gestärkt wird", sagte er.

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