Aktien
T-Online weiter gefragt - Rückkauf, Auslandsgeschäft im Blick

Die Aktien von T-Online International stehen nach einem turbulenten Wochenausklang auch am Montag weiter im Blick. Bis gegen 11.05 Uhr verteuerten sich die Papiere des Internetdienstleisters um 2,55 % auf 8,46 €, während der Tecdax 1,01 % auf 471,88 Punkte zulegte.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von T-Online International stehen nach einem turbulenten Wochenausklang auch am Montag weiter im Blick. Bis gegen 11.05 Uhr verteuerten sich die Papiere des Internetdienstleisters um 2,55 % auf 8,46 €, während der Tecdax 1,01 % auf 471,88 Punkte zulegte.

"Hauptantrieb für T-Online ist weiterhin die Spekulation auf eine Wiedereingliederung in den Deutsche-Telekom-Konzern", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Diese hätten durch den Rücktritt von Thomas Holtrop als T-Online-Vorstandsvorsitzender am Freitag neue Nahrung erhalten. Nachdem viele europäische Wettbewerber zuletzt ihre Internettöchter wieder in ihre Konzerne zurück geholt hätten, sei diese Strategie auch bei der Deutsche Telekom wahrscheinlich, sagte der Händler. Theo Kitz, Aktienanalyst bei Merck Finck, sieht den Rücktritt Holtrops ebenfalls als "Signal für eine vollständige Re-Integration von T-Online in den Telekom-Konzern".

Gerüchte über ein Interesse der Telekom-Tochter an dem zweitgrößten französischen Internetanbieter Iliad stießen unterdessen auf geteiltes Echo: "Das ist möglich", sagte Helabatrust-Analyst Volker Bosse. "Es ist ja bekannt, dass die Strategie in Spanien und Frankreich überdacht wird." Zwar würden entsprechende Pläne mit Thomas Holtrop in Verbindung gebracht, eine Entscheidung über die Übernahme von Iliad hänge nicht an einer Person, sondern werde vom Konzern getroffen.

Einem Aktienhändler zufolge spricht die geringe Kursreaktion sowohl bei T-Online als auch bei Iliad gegen entsprechende Pläne. "Wenn den Gerüchten viel beigemessen würde, hätten die Aktien deutlicher reagiert", sagte der Händler. Vermutlich solle das Interesse an dem deutschen Internetanbieter am Markt nur hoch gehalten werden. Nach Angaben aus Kreisen ist T-Online nicht an einer Übernahme des französischen Wettbewerbers interessiert.

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