TAG Tegernsee
Immobilien statt Eisenbahn

Die TAG Tegernsee Immobilien rückt in den S-Dax auf und erntet schon Analysten-Lob.

MÜNCHEN. In der Kategorie „originellste Unternehmensgeschichte“ ist die TAG Tegernsee Immobilien und Beteiligungs AG in jedem Fall Spitze. Von 1882 bis 1998 betrieb das Unternehmen hauptsächlich eine kleine Eisenbahnlinie im Tegernseer Tal. Danach wandelte sich das Unternehmen zu einer Immobilienfirma mit Schwerpunkt Wohnimmobilien in Ballungszentren Deutschlands und ging vor sechs Jahren an die Börse. Am 18. Dezember rückt die TAG-Aktie in den S-Dax auf. Einige Analysten sehen für die Aktie schon großes Potenzial. Andere bleiben auf Grund der bisher durchwachsenen Gewinnentwicklung noch zurückhalten.

Einig sind sich Experten in Bezug auf den Wohnimmobilienmarkt in Deutschland generell. Verglichen mit anderen europäischen Märkten sind die Preise hierzulande noch niedrig, Tendenz steigend. Die Aussichten sind deshalb gut. Für Torsten Klingner von SES Research bedeutet dies Spielraum für Wertzuwächse von Immobilienportfolios bei niedrigem Risiko. „Die Nachfrage, auch aus dem Ausland, steigt weiter“, sagt auch Henning Wagener von AC Research. Das bedeute aber leider auch, dass Firmen wie die TAG ihre Objekte nicht mehr so günstig einkaufen können. „Wir bewerten den deutschen Wohnimmobilienmarkt positiv, sind aber nicht euphorisch", sagt Wagener.

Der Markt ist hart umkämpft. TAG muss sich allein mit sechs börsennotierten Konkurrenten - Deutsche Wohnen, Gagfah, Deutsche Euroshop, IVG Immobilien, DIC Asset und Patrizia - und zahlreichen weiteren Unternehmen um die besten Wohnungen und Gewerbeobjekte streiten.

Im Vergleich mit den Wettbewerbern ist TAG laut Klingner günstig bewertet. Die Betrachtung des bei Immobilienunternehmen als Bewertungsmaßstab üblichen Net Asset Value (Nettovermögenswert) ergibt: TAG wird mit einem Abschlag von knapp zehn Prozent gehandelt, während die Vergleichsgruppe der Konkurrenten mit einer durchschnittlichen Prämie von etwa einem Drittel auf den Net Asset Value gehandelt wird. Klingner hält eine Prämie von 15 Prozent für gerechtfertigt. Daraus ergebe sich ein Kursziel von 11,75 Euro.

Seite 1:

Immobilien statt Eisenbahn

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%