Tech-IPO
Hitachi-Tochter soll in New York an die Börse

Börsengänge aus dem High-Tech-Segment sind nach dem Platzen der Tech-Blase zur Jahrtausendwende rar geworden - Milliardenemissionen sowieso. Jetzt will der japanische Technologiegigant mit seiner Festplattentochter einen Anlauf für ein Milliarden-IPO nehmen. Die Aktien sollen in New York gelistet werden.
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HB TOKIO. Der größte japanische Technologiekonzern Hitachi will seine Festplattensparte in den USA an die Börse bringen. Die Einnahmen können sich mit den Plänen vertraute Personen zufolge auf bis zu eine Milliarde Dollar belaufen. Damit könnte es einer der größten Börsengänge der Tech-Branche in den USA der vergangenen zehn Jahre werden. Geplant sei eine Notierung an der New York Stock Exchange oder an der Nasdaq, teilte der Siemens-Rivale am Dienstag mit. Ein Zeitrahmen dafür stehe aber noch nicht fest.

Hitachi ist der drittgrößte Festplattenhersteller der Welt. 2002 hatte das Unternehmen die Sparte für zwei Milliarden Dollar von IBM übernommen. Nachdem das Geschäft fünf Jahre lang Verluste schrieb, verzeichnete es 2008 und 2009 zum erstmals Gewinne.

"Das Geschäft ist noch immer nicht auf dem Niveau, dass wir unsere Investition wieder hereingeholt hätten", sagt Hitachi-Vizepräsident Takashi Miyoshi. "Aber die Ergebnisse von Juli bis September zeigen, dass wir nun mit unseren Konkurrenten auf Augenhöhe sind."

Um sich besser für den Wettbewerb mit Rivalen wie Siemens und General Electric zu wappnen, will sich Hitachi stärker auf den Bereich Infrastruktur konzentrieren, wo das Unternehmen etwa bei der Herstellung von Triebwerken und im Anlagenbau tätig ist.

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