Technische und rechtliche Probleme überschatten geplante Neuemission
Google-Börsengang verzögert sich wohl

Der Internet-Suchdienst Google muss seinen geplanten Börsengang offenbar verschieben. Technische Probleme bei der Registrierung von Investoren sowie eine Untersuchung der Wertpapieraufsicht in Kalifornien und Connecticut machen es nach Medienberichten unwahrscheinlich, dass Google bereits in dieser Woche an die Börse geht.

NEW YORK. Während einige Experten eine Verschiebung von nur einer Woche erwarten, rechnen andere damit, dass die Neuemission erst im September stattfinden kann. Google hat nie einen genauen Termin für die Erstnotierung genannt und nahm zu den Berichten nicht Stellung.

Die mögliche Verschiebung wäre ein herber Rückschlag für den größten Börsengang seit dem Ende des Internet-Booms vor vier Jahren. Google hatte im Frühjahr seine Börsenpläne angekündigt und kürzlich eine Preisspanne von 108 bis 135 Dollar je Aktien bekannt gegeben. Die Firma will durch die Versteigerung von 24,6 Millionen Aktien rund 3,3 Mrd. Dollar einnehmen.

Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ kommt es jedoch bei der ungewöhnlichen Auktion zu technischen Verzögerungen. So konnten sich offenbar noch nicht alle Investoren für die Versteigerung im Internet registrieren lassen. Erst nach Ende der Anmeldung aller Interessenten kann jedoch die Auktion beginnen. Wie groß das Interesse der Investoren an Google-Aktien ist, bleibt unklar. Nach Angaben der InternetFirma Comscore Media Metrix blieben die Besuche auf der Google-Webseite für Privatanleger bislang unterhalb der Messschwelle von 50 000 pro Tag.

Zusätzlich droht Google eine Untersuchung der Behörden in Kalifornien und Connecticut. Die dortigen Wertpapieraufseher wurden aktiv, nachdem das Unternehmen es zwischen 2001 und 2004 versäumt hatte, mehr als 28 Millionen Aktien und Optionen bei der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zu registrieren. Diese alten Anteilsscheine hatte Google mehr als 1 000 Beschäftigten und Beratern offeriert. Google bietet nun den Rückkauf der Wertpapiere an und hat den Durchschnittswert auf 2,86 Dollar geschätzt. Google rechnet nach eigenen Angaben jedoch nicht damit, dass die Altaktionäre das Angebot annehmen, da ihre Papiere nach dem Börsengang vermutlich viel mehr wert sind.

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