Teilprivatisierung der PKO Bank trifft auf großes Interesse
Großer polnischer Börsengang zieht Investoren an

Mit der Erstnotierung der Großbank Powszechna Kasa Oszczednosci Bank Polski (PKO BP) am Mittwoch steht der polnische Aktienmarkt vor dem größten Börsengang der vergangenen 15 Jahre. Etwa 200 000 Kleinanleger haben ihre Kaufwünsche angemeldet.

HB WARSCHAU. Schatzminister Jacek Socha hat den Preis je Aktie am oberen Ende der ursprünglich geplanten Preisspanne mit 20,50 Zloty fixiert. Wegen des großen Interesses auch ausländischer Investoren gehen Warschauer Analysten wie Dariusz Gorski von der Deutschen Bank davon aus, dass der Kurs am Mittwoch auf 22 bis 23 Zloty steigen wird.

Die PKO ist mit einer Bilanzsumme von 87,1 Mrd. Zloty (22 Mrd. Euro) und Eigenmitteln von 7,2 Mrd. Zloty die größte Bank in den neuen EU-Staaten Ostmitteleuropas. Für den Verkauf von 38,5 Prozent des PKO-Kapitals erwartet das Schatzministerium Einnahmen von etwa 7,7 Mrd. Zloty. 51 Prozent der Anteile verbleiben vorerst beim Staat, die Beschäftigten der Bank halten 10,5 Prozent. Von den jetzt zum Verkauf anstehenden insgesamt 385 Mill. Aktien erhalten die polnischen Kleinanleger 160 Mill. (knapp 42 Prozent), während 132 Mill. für polnische institutionelle Investoren und 85 Mill. Aktien für ausländische Anleger reserviert sind.

Dariusz Gorski meint jedoch, dass die ausländischen Interessenten schon in den ersten Tagen des Börsenhandels ihren Anteil weit über diese Summe hinaus steigern werden. Unter dem Druck des polnischen Parlaments hatte das Schatzministerium den ursprünglich für Auslandsinvestoren vorbehaltenen Aktienanteil um ein Fünftel auf 85 Mill. gekürzt. Das Parlament wollte den Verkauf an Ausländer sogar ganz verbieten, hatte damit aber massive Kritik besonders der EU hervorgerufen. Nationalbankchef Leszek Balcerowicz erinnerte die Abgeordneten daran, dass die heutige Professionalität der polnischen Banken insbesondere auf den hohen Anteil ausländischer Institute an den Aktiva zurückgeht.

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