Teilverkauf
Statoil will Tankstellen an die Börse bringen

Nächster IPO-Kandidat aus Skandinavien: Der norwegische Ölkonzern Statoil plant einen Teilverkauf seines Tankstellennetzes über die Börse. Das 40-Prozent-Paket könnte mehr als 600 Millionen Euro einbringen.
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HB OSLO. Der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil will einen Teil seines Tankstellennetzes an die Börse bringen und damit umgerechnet rund 606 Millionen Euro einnehmen. Bis zu 40 Prozent oder 120 Millionen Aktien an der Statoil Fuel & Retail (SFR) sollen über die Börse verkauft werden, wie die Norweger am Donnerstag mitteilten.

Damit folgt das Unternehmen einer Entwicklung in der Branche, die vor Jahren begann: BP und Exxon Mobil trennten sich damals von dem vergleichsweise wenig ertragreichen Tankstellengeschäft. Auch Shell will in einigen Ländern in dem Bereich aussteigen und sich lieber auf das rentablere Upstream-Geschäft konzentrieren.

SFR betreibt Tankstellen in Skandinavien, Mittel- und Osteuropa. Das Bookbuilding-Verfahren für den Börsengang soll den Angaben nach am Freitag beginnen. Der Ausgabepreis dürfte dann am 21. Oktober feststehen. Etwas später sollen die Aktien in Oslo ihr Debüt geben.

Der Ausgabepreis werde zwischen 32 und 41 Kronen liegen, teilte Statoil mit. Damit läge das Volumen bei 3,84 bis 4,92 Milliarden Kronen. Zudem ist eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 15 Prozent des Basiswertes vorgesehen.

Erst in diesen Tagen hat der dänische Schmuckhersteller Pandora einen erfolgreichen Börsenstart in Kopenhagen gegeben. Mit Einnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro war es einer der größten IPOs in diesem Jahr in Europa.

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