Telekomkonzern Sunrise
Anleger greifen bei Sunrise-Börsengang zu

Die Nachfrage nach Aktien des Schweizer Telekomkonzerns Sunrise ist riesig. Jetzt wurde das Angebot wird wegen der hohen Nachfrage ausgeweitet. Insidern zufolge werden die Aktien zu 68 Franken platziert.
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ZürichDer größte Schweizer Börsengang seit über acht Jahren kommt bei den Anlegern gut an. Die Nachfrage nach Aktien des Telekomkonzerns Sunrise sei so groß gewesen, dass das Transaktionsvolumen um rund 300 Millionen Franken auf 2,3 Milliarden Franken erhöht worden sei, erklärte eine mit den Vorgängen vertraute Person am Donnerstag. Die Aktien werden zwei Insidern zufolge für 68 Franken pro Stück und damit in der Mitte der ursprünglichen Preisspanne ausgegeben. Damit kommt die Nummer zwei der Schweizer Telekombranche auf einen Börsenwert von gut drei Milliarden Franken. Der Handel an der Schweizer Börse startet am Freitag.

Der Finanzinvestor CVC hatte den Börsengang im Januar angestoßen. Rückenwind erhielt die Gesellschaft von der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, Negativzinsen einzuführen. Damit werfen viele Anleihen nichts mehr ab, sodass die Anleger auf den Aktienmarkt ausweichen. Besonders gesucht sind dabei Titel von Firmen wie Sunrise, die ein stabiles Geschäft und eine hohe Dividende versprechen.

CVC, die über 90 Prozent an Sunrise hält, verkauft im Rahmen des Börsengang einen Teil seiner Aktien. Der Rest der angebotenen Papiere stammt aus einer Kapitalerhöhung. Sunrise will mit dem frischen Geld Schulden abbauen und das Wachstum vorantreiben. Sunrise bot die Aktien zunächst für 58 bis 78 Franken pro Titel an, später wurde die Preisspanne auf 65 bis 70 Franken eingeengt. Der Börsengang wird von der UBS und der Deutschen Bank organisiert.

Angesichts einer geringeren Profitabilität ist Sunrise niedriger bewertet als etwa der Rivale Swisscom. Während der Schweizer Marktführer auf das 8,2fache des erwarteten Gewinns kommt, ist es bei Sunrise das 7,4fache. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sind die Schweizer bereit, mehr für das Telefon und das Internet zu bezahlen, sodass die Telekom-Anbieter in einer bequemen Position sind . Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Der Mobilfunk-Rivale Orange wurde Ende 2014 vom französischen Telekom-Milliardär Xavier Niel geschluckt, der für seine Preisbrecherstrategie bekannt ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es wird eine hohe Dividende versprochen, aber das kann sich sehr schnell ändern sobald die Gewinne zurückgehen. Wird es schnell keine Dividende mehr geben. Ich setzte da lieber auf Dividendentitel wie z.B. BASF, welche hier beschrieben wird: http://aderius.de/19-einsch%C3%A4tzung-basf-aktie.html. Oder andere Value Aktien wie die Nestle AG, die seit mindesten 20 Jahren konstant eine gute Dividende auszahlt. Sorry aber die Sunrise Aktie ist mir zu riskant.

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