Termin noch vor der Sommerpause – Listing in den USA wird nicht mehr ausgeschlossen
Postbank treibt Börsenpläne voran

Die Postbank hält an ihren Börsenplänen trotz der Absagen der beiden Börsenkandidaten X-Fab und Siltronic fest: „Wir ziehen unser Programm durch. Ich bin der festen Meinung, dass die Börse unverändert an Substanztiteln interessiert ist“, sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann.

po FRANKFURT/M.Die Post-Tochter hat am Mittwoch offiziell bestätigt, dass der ursprünglich für Herbst dieses Jahres anvisierte Börsengang (IPO) noch vor der Sommerpause stattfinden wird. „Die Sommerpause geht von Mitte Juli bis Ende August“, sagte Schimmelmann. Nach Spekulationen aus Finanzkreisen wird der 21. Juni angepeilt.

Nachdem ursprünglich nur ein Listing in Deutschland angestrebt worden ist, möchte sich die Postbank nach den Worten ihres Vorstandschefs nun doch die Option einer Börsennotierung in den USA offen halten. Er begründete seine ungewöhnliche Zurückhaltung bei Zukunftsaussagen mit den strengen Regeln der SEC; dies wäre nicht nötig, wenn nicht ein Listing jenseits des Atlantiks ernsthaft in Erwägung gezogen würde.

Mit ihrem Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr liefert die Postbank gute Argumente für eine erfolgreiche Börsenstory: Der Gewinn vor Steuern stieg auf 497 Mill. Euro, der Jahresüberschuss, der vollständig an die Mutter Deutsche Post abgeführt wird, hat sich von 140 Mill. Euro auf 352 Mill. Euro mehr als verdoppelt. Allerdings hat der Verkauf der Gesellschaft Interserve an die Post erheblich zu dem guten Ergebnis beigetragen, da Rückstellungen in Höhe von 64 Mill. Euro aufgelöst werden konnten.

Beim Ausblick blieb Schimmelmann zurückhaltend: „Die Entwicklung in den Kernprodukten verlief in den ersten beiden Monaten sehr erfreulich. Eine Ergebnishochrechnung kann ich daraus zwar nicht ableiten. Aber wir sind nicht direkt unglücklich, was das laufende Jahr angeht“, sagte er. Auf der Bilanzpressekonferenz der Post vor wenigen Wochen war noch von einem Zuwachs des Ergebnisses der Tochter von mindestens 15 % die Rede.

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