Aktien
Thyssen-Krupp nach Spekulationen über Fusion mit Corus schwach

Nach einem Medienbericht über eine mögliche Fusion von Thyssen-Krupp mit dem britisch-niederländischen Konkurrenten Corus Group sind die Aktien des deutschen Stahlunternehmens leicht unter Druck geraten. Gegen 10.30 Uhr verloren die Papiere 0,79 Prozent auf 16,28 Euro. Zur gleichen Zeit büßte der Dax 0,27 Prozent auf 4 037,98 Punkte ein.

dpa-afx FRANKFURT. Nach einem Medienbericht über eine mögliche Fusion von Thyssen-Krupp mit dem britisch-niederländischen Konkurrenten Corus Group sind die Aktien des deutschen Stahlunternehmens leicht unter Druck geraten. Gegen 10.30 Uhr verloren die Papiere 0,79 Prozent auf 16,28 Euro. Zur gleichen Zeit büßte der Dax 0,27 Prozent auf 4 037,98 Punkte ein.

Die "Financial Times" hatte in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Thyssen-Krupp Steel-Chef Ulrich Middelmann geschrieben, eine Fusion mit dem Stahlkonzern Corus sei eine Optionen für Thyssen-Krupp. Mittlerweile dementierte der Stahlkonzern allerdings die Behauptungen in dem Zeitungsbericht. Ein Sprecher sagte, Middelmann habe von der Notwendigkeit einer europäischen Konzentration der Branche gesprochen und dass Thyssen-Krupp dabei "eine aktive Rolle" spielen wolle. Namen möglicher Partner habe Middelmann jedoch nie genannt.

Für den Analysten Frank Biller von der Baden-Württembergischen Bank wäre nur eine Fusion mit Teilbereichen der Corus-Gruppe sinnvoll. Der Konzernbereich Aluminium des britisch-niederländischen Konzerns würde beispielsweise nicht zu Thyssen-Krupp Steel passen, sagte er.

An den Finanzmärkten wird zudem über eine mögliche Fusion der Thyssen-Krupp AG mit Salzgitter spekuliert. Eine Übernahme des Stahlkonzerns ist für Analyst Biller allerdings schwer vorstellbar. Eine Fusion würde die Produktpalette der Thyssen-Krupp erhöhen. Die Salzgitter ist beispielsweise anders als der Mitbewerber in Essen stark im Röhrengeschäft aktiv. Eine Übernahme würde daher gegen die Thyssen-Krupp-Strategie einer stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft sprechen.

Auf der Stahlkonferenz in Istanbul hatte der Chef der Thyssen-Krupp Steel Interesse am Kauf oder an einer Beteiligung an einem europäischen Stahlanbieter geäußert.

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