Titel werden für 31,50 bis 36,50 Euro angeboten
Postbank-IPO: Preisspanne hoch angesetzt

Nach einiger Verwirrung um den Börsengang der Postbank steht nun endlich die Preisspanne fest, innerhalb der die Postbank-Aktien ausgegeben werden sollen. Die Deutsche Post AG könnte so rund drei Milliarden Euro erlösen. Mit dem Angebot liegt der Logistikkonzern über dem Buchwert der Postbank. Die 164 Millionen Aktien standen Ende Dezember mit 4,876 Milliarden Euro oder 29,73 Euro je Aktie in den Büchern.

HB FRANKFURT. Die Postbank hat Investoren und Analysten mit einer höher als erwarteten Preisspanne ihrer Aktien für den am 21. Juni geplanten Börsengang überrascht. Die Papiere werden zu 31,50 bis 36,50 € je Papier zur Zeichnung angeboten. Damit wird die Deutsche Post für 50 % minus einer Aktie ihrer Banktochter gut 2,99 Mrd. € erlösen. Sie könnte nahezu den von Post-Chef Klaus Zumwinkel angepeilten Wert erreichen - und wie von vielen erhofft ein Aufbruchsignal für den deutschen IPO-Markt geben.

„Die Rückmeldungen (der Investoren) überzeugen uns, dass die nun gefundene Preisspanne die richtige ist“, erklärte der Konzernchef am Sonntag. Die Papiere der Postbank können vom 7. bis 18. Juni gezeichnet werden, der Ausgabepreis für die Aktien Deutschlands größter Filialbank soll am 20. Juni bekannt gegeben werden.

In den vergangenen Wochen hatten sogar Konsortialbanker jeden Preis über 30 € je Aktie als sehr großen Erfolg für die Post bezeichnet. Aber zuletzt haben sich viele Investoren bei den ersten Unternehmenspräsentationen offensichtlich überzeugen lassen, dass die Postbank eine attraktive Anlage ist. „Die Preisdiskussion war in den Gesprächen mit Investoren eher sekundär, da ging es letztlich dann doch nur um das Geschäftsmodell der Bank. Insgesamt waren die Ausländer bereit, mehr zu zahlen“, sagte ein Investmentbanker aus dem Konsortium.

Ein anderer Banker aus den Reihen der 19 Konsortialinstitute zeigte sich überrascht von der hohen Angebotsspanne. „Das ist ja Wahnsinn. Das zeigt, dass die Befürchtungen der Investoren im Vorfeld unbegründet waren. Das ist ein gutes Zeichen für den deutschen IPO Markt. Ich gehe davon aus, dass die Platzierung problemlos laufen wird“, sagte ein Banker.

Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler hält die Spanne für ziemlich hoch, sie biete Anlegern kaum Kursfantasie. „Man kann sicher fragen, ob eine Zeichnung der Papiere attraktiv ist. Da die Spanne aber recht weit ist, ist eine günstige Bewertung durchaus möglich.“ Der Bankenanalyst sieht den fairen Wert der Postbank-Aktie bei 36 € und geht davon aus, dass der Börsengang planmäßig kommt.

Seite 1:

Postbank-IPO: Preisspanne hoch angesetzt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%