Top-Manager sind euphorisch
Insider-Barometer steigt auf Allzeithoch

Deutschlands Top-Manager haben die kräftigen Kursschwankungen der vergangenen beiden Wochen genutzt, um sich weiter mit Aktien ihres Unternehmens einzudecken. Das Insider-Barometer stieg auf ein neues Allzeithoch. Doch während Deutschlands Manager der breiten Anlegermasse Optimismus signalisieren, sind die meisten Banken eher zurückhaltend.

FRANKFURT. Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking für das Handelsblatt berechnet, ist auf das Allzeithoch von 186,7 Punkten gestiegen und hat damit die bisherige Höchstmarke aus dem Frühjahr 2003 hinter sich gelassen.

Die Konsequenz für Anleger daraus lautet, dass die Top-Manager somit noch euphorischer sind, was die Zukunft ihres Unternehmens und dessen Aktienkurs anbelangt, als beim Ausbruch des Irak-Krieges, der damals beispielsweise den Deutschen Aktienindex (Dax) auf ein Niveau von 2 200 Punkte gezwungen hat. Anschließend ging es über fast viereinhalb Jahre bis auf das Allzeithoch von 8 151 Punkte, ehe die Auswirkungen der US-Immobilienkrise zu der jüngsten spürbaren Korrektur führten.

Ob der Höchststand des Insider-Barometers ähnliche Konsequenzen wie damals für den Dax zur Folge haben könnte, beantworten die Fifam-Experten zurückhaltend. "Beide Phasen sind nicht vergleichbar", sagt Christian Routte.

Anfang 2003 kämpften die Märkte mit einer politischen Krise und einem Konjunktureinbruch. Heute führen die Probleme der Finanzindustrie dazu, dass Auswirkungen auf weitere Branchen folgen könnten. Hinzu kommt die sich abschwächende Konjunktur. Dennoch ist das Grundschema ähnlich. "Immer, wenn auf Makroebene die Märkte unter Druck geraten, kommt es bei Insidern zu dieser Reaktion", sagt Routte.

Während die Top-Manager der breiten Anlegermasse somit Optimismus auf Rekordniveau vermitteln, sind die meisten Banken eher zurückhaltend. Vergangene Woche haben sich die Experten der US-Bank Goldman Sachs negativ geäußert. "Die Ergebnisse für 2007 waren gut, jedoch müssen die Aussichten für 2008 herunter geschraubt werden", sagt Chef-Stratege Peter Oppenheimer.

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