Triebwerkehersteller will einen Nettoerlös von rund 304 Mill. Euro erzielen
Triebwerkehersteller MTU startet an der Börse

Deutschlands größter Triebwerkehersteller MTU Aero Engines will am Montag sein Börsendebüt und beim Aktienverkauf einen Nettoerlös von rund 304 Mill. Euro erzielen.

dpa MüNCHEN. Der Triebwerkehersteller MTU gibt an diesem Montag sein Börsendebüt. Damit wagt zum vierten Mal in diesem Jahr ein Unternehmen den Sprung aufs Parkett. Die Aktien wurden zu einem Preis von 21 Euro ausgegeben, teilte die MTU Aero Engines Holding AG am Sonntag mit.

Damit liegt der Preis in der oberen Hälfte der Bookbuilding-Spanne von 19 bis 22 Euro, sie wurde trotz siebenfacher Überzeichnung aber auch nicht ausgereizt. Unter Einschluss der voll ausgeübten Mehrzuteilung wurden insgesamt 35,65 Mill. Aktien ausgegeben.

Zuvor waren in diesem Jahr bereits das Biotechnologie-Unternehmen Paion, der Pay-TV-Sender Premiere und der Solartechnikanbieter Conergy an die Börse gegangen. Mit einem Emissionserlös von knapp 750 Mill. Euro ist MTU dabei der zweitgrößte Börsengang hinter Premiere. Der Bezahlsender hatte knapp 1,2 Mrd. Euro eingesammelt.

Von dem Gesamtvolumen entfallen 15 Mill. Aktien auf eine Kapitalerhöhung, aus der dem Unternehmen ein Nettoemissionserlös von 304 Mill. Euro zufließt. Mit dem Geld soll die Verschuldung abgebaut werden. „Damit erschließen wir uns Spielraum für weiteres Wachstum“, sagte Vorstandsvorsitzender Udo Stark.

Der größere Teil des Erlöses, nämlich gut 430 Mill. Euro, geht an den bisherigen Hauptanteilseigner, die US-Beteiligungsfirma KKR. Der KKR-Anteil an MTU sinkt von bislang knapp 92 auf nun gut 29 Prozent. Der Streubesitz liegt nun bei knapp 65 Prozent.

Von den ausgegebenen Aktien wurden nach Unternehmensangaben 83 Prozent bei institutionellen und 17 Prozent bei Privatanlegern platziert. Etwa drei Viertel der bei institutionellen Anlegern platzierten Aktien gingen an Investoren außerhalb Deutschlands.

MTU mit Hauptsitz in München ist führender deutscher Hersteller von Triebwerken und Triebwerkskomponenten für zivile und militärische Flugzeuge. Das einst zu Daimler-Chrysler gehörende Unternehmen ist auch stark im Wartungsgeschäft aktiv. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafteten 7 400 Mitarbeiter einen Umsatz von rund zwei Mrd. Euro und ein Ebitda von rund 247 Mill. Euro.

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