Trotz der zuletzt schwachen Kursentwicklung empfehlen Aktienexperten das Papier zum Kauf
Strategen halten an Lufthansa fest

Das 50. Jubiläum hat die Lufthansa gerade hinter sich, da bahnt sich schon der nächste – wenn auch nicht runde – Jahrestag an. Am Donnerstag vor 39 Jahren wurde die Aktie der größten Fluggesellschaft Deutschlands zum ersten Mal an der Börse gehandelt. Trotz der Feierlichkeiten hatten die Anleger zuletzt wenig Grund zur Freude. Doch das könnte sich bald ändern, meinen Analysten.

DÜSSELDORF. Obwohl das Unternehmen im letzten Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone schaffte und wieder eine Dividende ausschütten will, büßte das Papier allein in den vergangenen zwölf Monaten über 20 Prozent an Wert ein. Nur die Aktie des Technologiekonzerns Infineon schnitt im Deutschen Aktienindex (Dax) noch schlechter ab. Größter Belastungsfaktor für den Lufthansa-Kurs war der Anstieg des Ölpreises auf zeitweise mehr als 50 Dollar, der die Fortschritte im operativen Geschäft überdeckte.

Und noch sind längst nicht alle Probleme gelöst. Ganz oben auf der Agenda des Managements steht die Integration der Swiss. Denn nach Meinung der Analysten von Helaba-Trust verspricht die Übernahme zwar „interessantes Wachstumspotenzial“. Bisher konnte die Gesellschaft, die vor drei Jahren aus der Swissair und Crossair hervorging, jedoch keinen Gewinn ausweisen. „Noch ist die Schweizer Fluglinie für den Konzern eine riesige Baustelle“, sagt ein Fondsmanager.

Zudem hält der Preiskampf vor allem im Europageschäft weiterhin an. So sind auch im ersten Quartal die Passagierzahlen der Lufthansa um fast zwei Prozent zurückgegangen. Und nicht zuletzt der immer noch hohe Ölpreis könnte den Titel auch in Zukunft weiter belasten, obwohl die Lufthansa im Vergleich zu den meisten Konkurrenten vor allem dank der hohen Barreserven von fast vier Mrd. Euro relativ gut dasteht.

Trotz der Risiken ist das Papier vor allem für langfristig orientierte Anleger interessant. Denn sollte es der Lufthansa gelingen, weitere Sparmaßnahmen bei der Swiss durchzusetzen, könnte sich die Übernahme mittelfristig auch für die Aktionäre auszahlen. Außerdem sind größere Kurseinbrüche bei einem für Ende 2006 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über zehn kaum zu befürchten.

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