Trotz enttäuschender Zahlen für das dritte Quartal halten Experten an dem Papier der Beteiligungsgesellschaft fest
Indus überzeugt mit hoher Dividende

Die Aktie der Bergisch Gladbacher Indus Holding hat im laufenden Jahr bereits fast 15 Prozent an Wert gewonnen. Einige Experten halten das Kurspotenzial damit auf kurze Sicht für ausgeschöpft. Langfristig bleibe die Aktie aufgrund der hohen Dividendenrendite aber ein attraktives Investment.

DÜSSELDORF. Daran ändern Analysten zufolge auch die leicht enttäuschenden Zahlen für das dritte Quartal nichts, die Indus am Dienstag veröffentlichte. Während die Gesellschaft in den vergangenen Jahren Umsatz und Gewinn stets deutlich steigerte, stagnierte das Ergebnis zuletzt. Insgesamt erlöste Indus von August bis September 164 Mill. Euro, etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das Nettoergebnis von nur 2,3 Mill. Euro sei enttäuschend, sagt Georg Kanders, Analyst der WestLB.

Das etwas schwächere Geschäft schürte einmal mehr Befürchtungen, dass der Vorstand von Indus nicht dauerhaft an die Erfolge des Firmengründers Winfried Kill anknüpfen wird. Der langjährige Vorstandsvorsitzende war vor rund drei Jahren in den Aufsichtsrat gewechselt. Kill überzeugte vor allem bei der Auswahl der Beteiligungen. Seine Nachfolger müssen nun erst noch beweisen, dass sie das selbe Gespür besitzen.

Sollte Indus ein Nachfolgeproblem bekommen, käme die Holding in eine ähnliche Situation wie viele der Unternehmen, die sie in den vergangenen Jahren schluckte. Bei etlichen der meist hoch profitablen Firmen kam Kill nur deshalb zum Zug, weil nach dem Abgang des Firmengründers keine befriedigende Nachfolgeregelung gefunden wurde. Insgesamt ist Indus inzwischen an über 40 verschiedenen Unternehmen beteiligt. Dabei setzt der Konzern vor allem auf Mittelständler, die in den Bereichen Maschinenbau, Konsumgüter, Automobil- oder Bauindustrie aktiv sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Beteiligungsgesellschaften beabsichtigen die Bergisch-Gladbacher jedoch nicht, die erworbenen Firmen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verkaufen.

Trotz der Unsicherheiten in Folge der vorgelegten Zahlen stufen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg noch immer vier der fünf befragten Analysten die Aktie mit „kaufen“ oder „halten“ ein. Nur Alexander Langhorst, Branchenexperte bei GSC Research, rät gänzlich von dem Papier ab. „Chancen und Risiken sind im Aktienkurs derzeit angemessen enthalten“, heißt es dagegen in einer aktuellen Einschätzung der Commerzbank, die als Anlagevotum „gleichgewichten“ angibt.

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