Trotz Nahost-Konflikt
Fondsmanager bewertet Ölsektor weiter positiv

dpa-afx LONDON. Trotz der aktuell angespannten Lage auf dem Ölmarkt durch den Nahostkonflikt hält Craig Pennington, Portfoliomanager bei Schroder Investment Management, an seiner positiven Einschätzung für den Energiesektor fest. Große Auswirkungen auf den Ölpreis dürfte es seiner Ansicht nach nur geben, wenn der Iran seine Ölexporte einstellt. Diese Maßnahme sei jedoch bei einem im Wesentlichen regional begrenzten Konflikt unwahrscheinlich. Bislang hätten sich die Auseinandersetzungen nicht auf die Rohölproduktion ausgewirkt.

Bei einer Lösung des Konflikts dürfte der Ölpreis wieder auf ein Niveau von 68 bis 73 Dollar je Barrel sinken, was kurzfristig zu einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des Sektors führen könnte, schreibt der Experte weiter. Allerdings dürften die Zahlen des zweiten Quartals für die meisten beobachteten Unternehmen sehr positiv ausfallen. Auch die Prognosen zum weiteren Jahresverlauf sähen gut aus. Zudem bleibe die Bewertung sowohl aus historischer Betrachtung als auch im Vergleich zu den lokalen Märkten attraktiv.

Der Markt werde sich nach der Lösung des Nahostkonflikts erneut dem Atomkonflikt mit dem Iran zuwenden. Nach einem Treffen von Investoren mit dem ehemaligen Direktor des israelischen Geheimdienstes - Professor Uzi Arad - erhärte sich die Einschätzung, dass sich der Westen weiter auf Kollisionskurs mit dem Iran befinde. Eine militärische Intervention sei wahrscheinlicher, wenn der Iran an seinem Atomprogramm festhalten wolle. Aber auch eine Lösung dieses Konflikts werde nicht zum völligen Abbau geopolitischer Spannungen führen oder notwendigerweise zu einer Stabilisierung des Ölpreises.

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