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TUI Schlusslicht im DAX - Verluste nach Verbleib im Leitindex

TUI-Aktien haben am Mittwoch nach dem Ende der Spekulationen um den Verbleib im DAX an Wert verloren. Die Titel des Reisekonzerns gaben bis gegen 12.30 Uhr um 2,12 % auf 14,81 € nach und war damit Schlusslicht im Dax , der gleichzeitig 0,63 % auf 3 808,97 Punkten zulegte. In den vergangenen Tagen sei der Kurs gestützt worden, um TUI einen Platz im Dax zu sichern, sagte Viktor Hund von der BW Bank. "Nachdem das geschafft ist, wird der eine oder andere aussteigen."

dpa-afx FRANKFURT. TUI-Aktien haben am Mittwoch nach dem Ende der Spekulationen um den Verbleib im DAX an Wert verloren. Die Titel des Reisekonzerns gaben bis gegen 12.30 Uhr um 2,12 % auf 14,81 € nach und war damit Schlusslicht im Dax , der gleichzeitig 0,63 % auf 3 808,97 Punkten zulegte. In den vergangenen Tagen sei der Kurs gestützt worden, um TUI einen Platz im Dax zu sichern, sagte Viktor Hund von der BW Bank. "Nachdem das geschafft ist, wird der eine oder andere aussteigen."

"Nachdem TUI im Dax durch ist, wird ein bisschen Luft aus dem Kurs gelassen", sagte auch Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG. Im Tauziehen um die Zukunft des 31,4-prozentigen Anteils der Westlb an TUI deute überdies vieles auf den Einstieg eines Großinvestors hin, allerdings unterhalb der Marke von 30 %. "Vielleicht haben einige darauf gesetzt, dass ein Pflichtangebot gemacht und eine Abfindung gezahlt werden muss."

Kursbewegend wirke sich überdies der Start eines Prozesses gegen die TUI-Tochter 1-2-Fly in Hannover aus, sagte Stabel. Vor dem Landgericht hat dort ein fünfjähriger Junge mehr als zwei Jahre nach dem Terroranschlag auf der tunesischen Halbinsel Djerba auf Schmerzensgeld gegen das Unternehmen geklagt. Der Junge hatte bei dem Anschlag am 11. April 2002 schwerste Verbrennungen erlitten. Das Kind fordert vom Reiseveranstalter 1-2-Fly 100 000 € Schmerzensgeld sowie eine monatliche Rente. Nach Ansicht der Eltern hätte der Reiseveranstalter von der Gefahr wissen und die Touristen warnen müssen. Die TUI-Tochter weist die Vorwürfe zurück.

Andere Experten maßen dem Prozessauftakt dagegen weniger Bedeutung bei. Vielmehr zeichne sich allmählich ein Kandidatenkreis für die Übernahme des Westlb-Anteils ab, wenn auch nicht in voller Höhe, sagte ein Frankfurter Analyst. "Ich glaube nicht, dass es Investoren gibt, die das gesamte Paket haben wollen." Am TUI-Paket der Westlb sind einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge zwei spanische Hotelketten interessiert. Neben der Kette Riu, an der TUI wiederum 49 % hält, komme noch die Familie Barcelo in Frage, hieß es.

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