Aktien
Tui sehr schwach - Händler: Aktienplatzierung, Gewinnmitnahmen

Tui-Aktien haben am Donnerstag ihre Vortagesgewinne wieder abgegeben. Marktbeobachter verwiesen übereinstimmend auf Spekulationen um eine Platzierung der Anteile der Hotelgruppe Riu.

dpa-afx FRANKFURT. Tui-Aktien haben am Donnerstag ihre Vortagesgewinne wieder abgegeben. Marktbeobachter verwiesen übereinstimmend auf Spekulationen um eine Platzierung der Anteile der Hotelgruppe Riu. Die Spanier hatten laut Händlern am Mittwoch im späten Geschäft 3,2 Prozent ihrer Tui-Anteile für 20,25 Euro je Aktie verkauft. Auch belasteten Gewinnmitnahmen den Titel, hieß es.

Das Papier des Reiseunternehmens büßte gegen 10.00 Uhr um 3,24 Prozent auf 20,88 Euro ein und lag damit am Dax-Ende. Dagegen stieg der Leitindex Dax um 0,13 Prozent auf 4 322,72 Punkte.

"Eine Mischung aus Gewinnmitnahmen nach dem deutlichen Vortagesplus und Gerüchten über die Aktienplatzierung belastet den Tui-Kurs", sagte Analystin Martina Noß von der Nordlb. Auf die guten operativen Zahlen sei das Minus aber nicht zurückzuführen.

Ein anderer Analyst sagte mit Blick auf die Spekulationen, dass die Riu-Gruppe hinter der Platzierung stecke: "Sollte sich ein vermeintlich langfristig orientierter Investor wie Riu tatsächlich von einem Teil seines Pakets getrennt haben, wäre das natürlich eine schlechte Nachricht." Nun frage man sich am Markt: "Verkauft Riu auch den Rest des Tui-Anteils, was steckt hinter der Entscheidung? Wissen die Spanier mehr als wir?" Zudem hob der Experte den am Markt kursierenden niedrigen Platzierungspreis von 20,25 Euro hervor. "Wer die Titel zu diesem Preis bekommen hat, verkauft die gleich wieder."

Die Deutsche Bank platzierte nach Angaben von Händlern am Vortag 5,68 Mill. Aktien des Reiseunternehmens. Wie aus mehreren Quellen am Markt zu hören war, lag der Preis bei 20,25 Euro und damit am oberen Ende der niedrigen Preisspanne von 19,75 und 20,25 Euro. Händler spekulierten, es habe sich um einen bei der spanischen Hotelkette Riu liegenden Anteil gehandelt. Die Deutsche Bank und Tui wollten die Meldungen nicht kommentieren.

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