Aktien
TUI sehr schwach - Westlb will Anteil vollständig verkaufen

Neu aufkeimende Spekulationen haben die TUI -Aktie am Freitag stark unter Druck gesetzt. Nachdem die Westlb den Verkauf ihres TUI-Anteils angekündigt habe, hätten Gerüchte über die Kaufmodalitäten und Interessenten weitere Nahrung erhalten, sagten Börsianer. Die Titel des Reiseunternehmens gaben bis 10.10 Uhr 2,61 % auf 14,93 € nach. Der deutsche Leitindex DAX verlor 0,65 % auf 3 699,01 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Neu aufkeimende Spekulationen haben die TUI -Aktie am Freitag stark unter Druck gesetzt. Nachdem die Westlb den Verkauf ihres TUI-Anteils angekündigt habe, hätten Gerüchte über die Kaufmodalitäten und Interessenten weitere Nahrung erhalten, sagten Börsianer. Die Titel des Reiseunternehmens gaben bis 10.10 Uhr 2,61 % auf 14,93 € nach. Der deutsche Leitindex DAX verlor 0,65 % auf 3 699,01 Punkte.

"Die TUI-Aktie kommt nicht zur Ruhe", sagte ein Börsianer. "Ein Gerücht jagt das nächste." Auch Analyst Per Ola-Hellgren von der Landesbank Rheinland Pfalz sagte: "Mehrere Szenarien sind derzeit möglich." Obwohl die spanische Barceló-Gruppe mehrmals ein Interesse an dem Touristikkonzern zurückgewiesen hatte, hielten sich die Gerüchte über einen Kauf hartnäckig.

Dass die Westlb will ihren TUI-Anteil möglichst als ein Paket verkaufen will stößt Börsianern zufolge bei den Investoren kaum auf Resonanz. Der Markt halte den Verkauf des kompletten Pakets für unwahrscheinlich, sagten Börsianer. "Die Möglichkeit, dass die Westlb doch weniger als 30 % verkauft und die unabhängigen Anleger damit leer ausgehen, belastet die Aktie", sagte Hellgren. "Denn erst bei einem Kauf von 30 % oder mehr muss allen übrigen Aktionären das gleiche Angebot gemacht werden."

Die Westlb hatte am Freitag "angesichts vielfältiger Spekulationen" in einer Mitteilung bekräftigt, ihre Beteiligung von 31,3 % an der TUI AG möglichst vollständig an einen Investor oder ein Konsortium von Investoren zu verkaufen. Weitere Auskünfte zu laufenden Gesprächen über die Veräußerung der Beteiligung werde die Bank wie bisher nicht geben. "Die Westlb scheint mehrere Interessenten an der Hand zu haben", sagte Analyst Hellgren. "Welche Auswirkungen ein Verkauf auf das Unternehmen TUI haben würde, bleibt abzuwarten."

Für weiteren Gesprächsstoff sorgte Händlern zufolge weiterhin ein drohender DAX-Abstieg der TUI-Aktie. Obwohl sich die Stimmen mehrten, dass ein Verbleib so gut wie sicher sei, sorge das Szenario eines Abstiegs für Druck auf die Aktie. Auch der anhaltende Höhenflug des Ölpreises sei insbesondere für TUI als Reisekonzern ein weiterer, wesentlicher Belastungsfaktor, sagte ein Händler.

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