Umfangreicher Verkauf von Krones-Aktien
Insider-Barometer knapp unter Rekordhoch

Deutschlands Top-Manager bleiben optimistisch, was die Entwicklung der Aktien ihrer Unternehmen angeht. Insider haben in der vergangenen Woche deutlich mehr Aktien ge- als verkauft. Beim Top-Kauf war Textilunternehmer und Ex-LTU-Chef Hans-Rudolf Wöhrl beteiligt.

DÜSSELDORF. Das Insider-Barometer ist in der vergangenen Woche um 1,5 Punkte gestiegen und notiert mittlerweile bei 182,18 Zählern. Sowohl bei der Zahl der Transaktionen als auch bei den Voluminas gab es deutlich mehr Käufe als Verkäufe. Einen höheren Wert gab es lediglich am 25. März 2003, als die Aktienmärkte weltweit wegen der unsicheren geopolitischen Lage massiv eingebrochen waren. Anschließend gab es jedoch eine in der jüngeren Börsengeschichte einzigartige Kursrally. Diese hielt bis Mitte dieses Jahres an, ehe die durch die US-Immobilienkrise ausgelösten Liquiditätsprobleme die Märkte unter Druck setzten. Viele Top-Manager stufen die damit verbundenen Kurschancen inzwischen ähnlich ein wie damals.

zur Infografik: Entwicklung Insider-Barometer und Dax sowie die größten Deals

Das Insider-Barometer wird wöchentlich vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Dabei werden die Transaktionen von Vorständen, Aufsichtsräten sowie deren Angehörigen in den 160 Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und des SDax abgebildet.

Top-Kauf in der vergangenen Woche war der Ausbau der Beteiligung der Rudolf Wöhrl AG an der Kaufhauskette Ludwig Beck. Für rund 1,8 Millionen Euro hat das Modeunternehmen Wöhrl seinen Stimmrechtsanteil um 4,2 Prozent auf 29,2 Prozent ausgebaut. Damit ist die Rudolf Wöhrl AG mit dem Ex-LTU-Chef Hans-Rudolf Wöhrl im Aufsichtsrat größter Einzelaktionär der Münchener Ludwig Beck AG. Die Beck-Aktie hat einen rasanten Kursanstieg hinter sich: Innerhalb eines Jahres ist der Titel von 6,70 Euro auf rund 14 Euro gestiegen.

Eine Insider-Transaktion bei der Krones AG sorgte wie bereits vor sechs Wochen für Schlagzeilen. Mitte August hatte Vorstandschef Volker Kronseder Aktien des Hersteller von Abfüll- und Verpackungsmaschinen im Werte von mehr 3,8 Millionen gekauft. Dabei hat er nach Meinung der Commerzbank eine Marktnervösität ausgenutzt. Diesmal war die Krones-Aktie der Top-Verkauf. Aufsichtsratsmitglied Norman Kronseder hat für 4,7 Millionen Euro Aktien veräußert.

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