Umfrage der Deutschen Börse
Viele „Bullen“ könnten Dax belasten

Die Bullen sind an den Aktienmarkt zurückgekehrt - und von Risikoaversion kann keine Rede mehr sein. Denn der Optimismus ist, gemessen am Bull/Bear-Index, auf den höchsten Stand seit Ende Juni emporgeschnellt.

HB FRANKFURT. Die Bullen sind an den Aktienmarkt zurückgekehrt - und von Risikoaversion kann keine Rede mehr sein. Denn der Optimismus ist, gemessen am Bull/Bear-Index, auf den höchsten Stand seit Ende Juni emporgeschnellt. Dies ergibt die aktuelle Sentiment-Umfrage von Cognitrend im Auftrag der Deutschen Börse. Das Lager der Bullen ist um 13 Prozentpunkte auf 53 Prozent angewachsen. Den größten Zulauf gab es aus dem Lager der neutral eingestellten Marktteilnehmer, das um 9 auf 21 Prozent nachgab. Das Lager der Bären kam leicht um 4 Prozentpunkte auf 26 Prozent zurück.

Für die nahe Zukunft des Dax bedeute der aufgeflammte Optimismus zunächst eine gewisse Belastung wegen möglicher Gewinnmitnahmen, heißt es weiter. Diesen Abgaben stünden allerdings längerfristige Nachfrager entgegen - laut Merrill Lynch waren immerhin 33 Prozent der Umfrageteilnehmer in Cash übergewichtet. Dabei ist nach Aussage von Gianni Hirschmüller von Cognitrend die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich an dieser Proportion während der vergangenen 48 Stunden noch nichts Wesentliches geändert hat. Damit ergibt sich für viele Akteure noch die Notwendigkeit, das nachzuholen, was ihnen die Bullen von heute vormachen: Kaufen, und zwar möglichst bei der nächsten Korrektur nach unten.

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In der Sentimentumfrage zum TecDax nehmen die befragten Teilnehmer des Panels von ihrer skeptischen Haltung, die sich in den vergangenen drei Wochen sukzessive verfestigt hatte, wieder Abstand: Dabei fällt der Zustrom ins Bullenlager auch hier so hoch aus, dass der Bull/Bear-Index auf den höchsten Stand seit Ende Juni springt. Da sich die Wanderung ins bullishe Camp genauso wie im Dax-Sentiment in erster Linie aus ehemaligen „Neutralen“ speist, liegt die Vermutung für Katrin Nink von Cognitrend nahe, dass eine echte Meinungsbildung stattgefunden hat. Die gewachsene Zuversicht gründe sich somit weniger auf Zwangsoptimismus sondern vielmehr auf einem bewussten Bekenntnis zu deutschen Technologietiteln.

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