Umfrage unter Kleinanlegern
Lieber Sparbuch als Aktien

Beim Thema Geld gehen die Deutschen auf Nummer Sicher. Statt in Aktien zu investieren, legen die meisten Kleinanleger ihr Geld auf ein Sparbuch. Das zeigt eine Umfrage. Vorsichtiger ist man nur in den Niederlanden.
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FrankfurtAnders als ihre meisten europäischen Nachbarn meiden deutsche Privatanleger einer Umfrage zufolge Aktien. Die Investoren hierzulande gingen lieber auf Nummer sicher und legten ihr Geld aufs Sparbuch, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der comdirect Bank, die acht europäische Länder miteinander vergleicht. Dabei wurden 6460 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Schweden und Spanien im Dezember 2012 befragt.

Danach wollten lediglich 18 Prozent der Deutschen im laufenden Jahr Aktien kaufen. Nur in den Niederlanden war die Investitionsfreude mit 16 Prozent noch geringer. Deutlich mutiger sind die Sparer in Polen mit 29 Prozent, dicht gefolgt von Spanien (26 Prozent) und Schweden (25 Prozent).

Das klassische Sparbuch ist in Deutschland hingegen trotz historisch niedriger Zinsen beliebt: Mehr als drei Viertel der Befragten gaben es als ihre bevorzugte Geldanlage an. „Wir erleben hier gerade eine großflächige Vermögensvernichtung in Deutschland“, sagte Comdirect-Chef Thorsten Reitmeyer. Aktien böten trotz aller Volatilität im Vergleich zu Sparkonten wenigstens die Chance, eine Inflation auszugleichen oder zu übertreffen.

Auch das Deutsche Aktieninstitut (DAI) beklagt die fehlende Aktienkultur in Deutschland. „Trotz aller Bekanntheit und Beliebtheit des Dax sind die Deutschen kein Volk von Aktionären geworden“, sagte Geschäftsführerin Christine Bortenlänger. Den Zahlen des DAI zufolge sind nur sieben Prozent der Deutschen direkt in Aktien investiert. Die Börsenturbulenzen im Zuge der Finanzkrise hatten viele Privatanleger verunsichert und die Risikofreude gedämpft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich darf Ihren Kommentar noch ergänzen:
    Die deutsche Bevölkerung hat zu 99 Prozent keine Ahnung von Aktien. Wenn ein ahnungsloser Deutscher heute Aktien für 10.000 Euro kauft, kann es ihm leicht passieren, dass er in 2 Jahren noch 20 Euro auf der Hand hat.
    Da ist er mit 9.000 Euro (nach Inflationsverlust) auf dem Sparbuch in 2 Jahren besser bedient.

  • Was soll diese Werbeveranstaltung? Gerade heute stand zu lesen, dass der US-Immobilienmarkt erhitzt ala 2007 und wir global dem nächsten Crash entgegen steuern. Wir sind bereits inmitten der Blase drin! Aktien sind keine Anlage mehr für kleine Leute. Das waren sie 1970, als es konstant aber langsam, ohne Derivate-Notenbank-Manipulation aufwärts ging. Nicht einmal auf Néstle kann man sich verlassen; irgendwelche K/V haben Puts/Calls in den letzten Tagen eingesetzt und damit den Kurs um 15% heruntergezogen. Auch kauft die Schweizer Notenbank nun selbst Aktien, lässt sich also vom internationalen Sog mitziehen. Was nun wird sie kaufen? Novartis, Néstle, Roche...

  • Aktien sind keine Anlage mehr für kleine Leute. Das waren sie 1970, als es konstant aber langsam, ohne Derivate-Notenbank-Manipulation aufwärts ging. Nicht einmal auf Néstle kann man sich verlassen; irgendwelche K/V haben Puts/Calls in den letzten Tagen eingesetzt und damit den Kurs um 15% heruntergezogen. Auch kauft die Schweizer Notenbank nun selbst Aktien, lässt sich also vom internationalen Sog mitziehen. Was nun wird sie kaufen? Novartis, Néstle, Roche...

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