Aktien
Unaxis schwach - Verkauf an österreichische Victory

Die Aktien von Unaxis haben am Montag deutlich verloren. Der traditionsreiche Schweizer Technologiekonzern wird an die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory verkauft. Mit dem Verkauf der Familienaktionäre geht ein monatelanger Übernahmekampf zu Ende.

dpa-afx ZÜRICH. Die Aktien von Unaxis haben am Montag deutlich verloren. Der traditionsreiche Schweizer Technologiekonzern wird an die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory verkauft. Mit dem Verkauf der Familienaktionäre geht ein monatelanger Übernahmekampf zu Ende. Unaxis-Aktien fielen bis 10.20 Uhr um 1,55 Prozent auf 178,20 Schweizer Franken. Der Swiss-Market-Index (SMI) stieg um 0,06 Prozent auf 6 024,53 Punkte.

Ein Marktteilnehmer kommentierte den Verkauf mit den Worten: "Damit hat die spekulative Story fast ihr Ende gefunden." Spekulativ sei nur noch, ob die Übernahmekommission der Victory ein öffentliches Kaufangebot vorschreiben werde. Am Markt wird im Handelsverlauf mit weiteren Gewinnmitnahmen gerechnet. Zu Jahresbeginn hatte eine Unaxis-Aktie noch 114 Schweizer Franken gekostet und Ende April 170 Schweizer Franken.

Finanzielle Details der Transaktion gab Bernhard Müller, Direktor der Ihag Holding, nicht bekannt. "Wir haben mit der Gegenpartei Stillschweigen vereinbart", sagte er. Der Verkauf der Beteiligung von etwas über 20 Prozent soll bis spätestens am 20. Juni 2005 abgeschlossen sein.

Dies dürfte mit dem noch ausstehenden Entscheid der Übernahmekommission zusammenhängen, schreibt Stefan Gächter, Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Sollte die Victory kein öffentliches Kaufangebot unterbreiten müssen, geht er davon aus, dass die Bedingungen für die Übernahme der übrigen 13 Prozent gegeben wären. Damit dürften der Machtkampf und der Ausgang der ausserordentlichen Generalversammlung endgültig entschieden sein. Es bestehe allerdings noch das Risiko, dass an die Minderheitsaktionäre kein Angebot gemacht werde, so Gächter weiter.

Oskar Schenker, Analyst bei der Bank Vontobel, zeigt sich nicht überrascht über den Verkauf des Aktienpakets. Es sei seit längerem klar gewesen, dass Ihag nur noch die Nummer zwei der großen Anteilseigner sei. Damit dürfte nun die Victory an der außerordentlichen Generalversammlung alle Anträge durchbringen und die Entscheide der ordentlichen Generalversammlung rückgängig machen, sagte er.

Wenn die Übernahmekommission der Victory ein öffentliches Kaufangebot vorschreibt, dürfte dieses nur eine minimale Prämie bieten, sagte Schenker. Denn Victory dürfte ein eher beschränktes Interesse an der vollständigen Kontrolle oder gar an einem Going Private haben. Auch die finanziellen Mittel wären kurzfristig nicht verfügbar, sagte er. Victory dürfte seiner Ansicht nach bei einer grösseren Verkaufswelle jedoch weiterhin Aktien kaufen.

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