Ungeduldige Anleger
Commerzbank-Aktie im Abwärtsstrudel

Die Aktien des Finanzinstituts haben ein neues Rekordtief erreicht. Weder der Schrumpfkurs noch die Kapitalerhöhung scheinen die Anleger von der Qualität der Papiere zu überzeugen.
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DüsseldorfDie Aktie der Commerzbank kennt aktuell nur eine Richtung: abwärts. Am Dienstag büßten die Papiere erneut mehr als vier Prozent ein. Im Tagesverlauf erzielten sie mit 6,14 Euro sogar einen neuen Negativrekord – so billig waren die Commerzbank-Aktien noch nie. Grund für den Abstieg sind offenbar die Zweifel an der Zukunft der Bank.

Noch Ende Juni hatte die Commerzbank ihr Kapital um 2,5 Milliarden aufgestockt. Damit hat sie auch ihr Eigenkapital gestärkt, doch die Aktionäre scheint das nicht zu beeindrucken Auch der Schrumpfkurs bringt nicht den gewünschten Optimismus und stößt bei den Analysten auf unterschiedliche Meinungen. Die Ankündigung, rund 5.200 Stellen zu streichen, wertete Dirk Becker, Analyst bei Kepler als Zeichen von Schwäche. Seine Empfehlung: verkaufen.


Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet fand dagegen zuletzt positive Worte. Dass die Bank neben ihren Schiffskrediten auch versuche, ein Portfolio mit Immobilienkrediten in Großbritannien zu verkaufen, sei beachtenswert. Bei einem vernünftigen Preis dürfte dies die Bilanzsituation der Bank deutlich entspannen. Insgesamt sei der jüngste Kursrückgang der Aktie nicht gerechtfertigt, so Häßler und riet zum Kauf der Papiere.

Sorgen bereiten den Anlegern auch Gerüchte um einen möglichen Ausschluss der Commerzbank aus dem Dax, denn im September steht die nächste Indexüberprüfung an. Ungewiss ist auch die Zukunft des Vorstandschefs Martin Blessing. Vor der Bundestagswahl im September wird aber keine Entscheidung erwartet.

Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs um knapp 40 Prozent gesunken, in den vergangenen fünf Jahren sank der Kurs um mehr als 90 Prozent.

Mit Material von dpa.

Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Ungeduldige Anleger: Commerzbank-Aktie im Abwärtsstrudel"

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  • Wer hier die Manipulation nicht erkennt ist blind.
    Der Kursverfall und die jetzige MK entsprechen keinesfalls dem Wert der Bank. Die Börsenaufsicht sollte hier mal tätig werden, inwieweit Kommentare bewusst zum Kursverfall ohnes Gleichen beigetragen haben. Wer verkauft hier leer und mit welchem Ziel und wer sind die Helfeshelfer ? Nicht einmal zum Zeitpunkt der Lehmannpleite war die Bank so extrem niedrig bewertet. Der Staat ist ausgezahlt, die Restrukturierung kommt schneller als erwartet voran und andere Banken haben ähnliche Risiken.

  • Die FED kauft doch für 40 Mrd Monat für Monat den Banken ihren Müll ab.Wehe diese Kredite werden notleidend.Dann muss Bernanke dem Steuerzahler manches erklären.

  • Wer gestern um 22:45 h im Ersten TV gesehen hat, der weiß dass diese Bank, die größten Verbrecher sind.

    Geben Kredite von 108.000,00 Euro für eine Wohnung die nur 39.000,00 Euro wert ist und verkaufen die faulen Kredite dann an andere zwielichtige Gesellschaften.

    Da der Staat diese Bank auch mit kontrolliert, hat der Staat sich schon an den kiminellen Machenschaften beteiligt.

    Die BAFIN hat bis heute Bußgelder von ca. 100.000,00 Euro verhängt. Lachhaft für den Schaden von mehren Milliarden um den Anleger betrogen wurden und noch immer werden.

    Mann muss den deutschen Staat, die BAFIN und die deutsche Justiz beim europäischen Gerichtshof anzeigen, denn hier in Deutschland arbeiten die Verbrecherbanken, die Waffenhändler, die organisierte Kriminalität mit der Politik und Justiz Hand in Hand.

    Wer weiterhin glaubt, dass hier ein Rechtsstaat wirkt, der hat sich getäuscht und ist am Ende der Dumme.

    Anzeigen, Anzeigen, Anzeigen.

    Nur so wird sich was ändern.

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