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Unicredit sehr fest - Analysten loben Übernahmevorhaben HVB

Die Aktie der Unicredit hat am Montag nach der Absichtserklärung der italienischen Bank zur Übernahme der Hypovereinsbank AG kräftig zugelegt und ist an die Spitze im Dow Jones Eurostoxx 50 gestiegen. Analysten begrüßen das immer wahrscheinlicher werdende Vorhaben.

dpa-afx MAILAND. Die Aktie der Unicredit hat am Montag nach der Absichtserklärung der italienischen Bank zur Übernahme der Hypovereinsbank AG kräftig zugelegt und ist an die Spitze im Dow Jones Eurostoxx 50 gestiegen. Analysten begrüßen das immer wahrscheinlicher werdende Vorhaben. So hieß es etwa bei Morgan Stanley, dass die Übernahme "sehr viel Sinn mache". Auch Analysten anderer Banken lobten das Vorhaben, das noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss.

Unicredit-Papiere stiegen bis 12.30 Uhr um 3,42 Prozent auf 4,2 350 Euro, während zugleich der Auswahlindex der Eurozone um 0,17 Prozent auf 3 149,29 Punkte gewann. Die HVB-Titel stiegen im gut behaupteten Dax um 3,25 Prozent auf 20,67 Euro.

"Es gibt einige Übernahmen, die Sinn machen und andere, die es nicht tun. Diese hier macht unserer Ansicht nach jede Menge Sinn", hieß es in einer Studie von Morgan Stanley am Montag. "Der Goldesel in Italien, Wachstum in Zentral- und Osteuropa und Umstrukturierungen in Deutschland und Österreich. Das gefällt uns", schrieben die Experten weiter.

Eine Milliarde Euro an Synergieeffekten bis Ende 2008 "sieht glaubwürdig aus", während zehn Prozent Verwässerung beim Gewinn je Aktie überwiegend im Aktienkurs enthalten sei. Den fairen Wert für die Unicredit allein hatte die US-Investmentbank bei 4,65 Euro veranschlagt. Zusammen mit der HVB würde sich dieser auf 4,0 bis 5,3 Euro erhöhen - entsprechend der tatsächlich realisierten Synergieeffekte, hieß es bei Morgan Stanley. 4,0 Euro betrage dabei der faire Wert, falls keinerlei Synergieeffekte realisiert würden und Sanierungskosten von drei Mrd. Euro vor Steuern anfielen. Auf 5,3 Euro laute der faire Wert, wenn hingegen alle Synergieeffekte realisiert würden und keine Sanierungskosten bei der HVB anfielen.

Beim französischen Brokerhaus Cheuvreux hieß es, dass Unicredit eine sinnvolle Übernahme zu einem vernünftigen Preis vornehme. Die Bewertung der HVB sei ebenfalls vernünftig und besser als die Markterwartungen. Das Synergie-Ziel sei "deutlich höher" als erwartet. "Unser neues Kursziel für die Unicredit/HVB könnte irgendwo um die 5 Euro herum liegen", schrieben die Cheuvreux-Analysten.

Eine Händlerin in Mailand sagte, die Übernahme sehe aus, als belaste sie Unicredit weniger, als so mancher noch in der vergangenen Woche erwartet habe. Die italienische Bank habe zudem nun die Gelegenheit, zu einer der wichtigsten europäischen Banken zu werden.

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