„Unruhige Marktsituation“: Hilfiger verschiebt Börsengang

„Unruhige Marktsituation“
Hilfiger verschiebt Börsengang

Der geplante Börsengang der Modekette Tommy Hilfiger fällt wegen der aktuellen Börsenkrise vorerst aus. Man wolle abwarten, bis sich die Marktbedingungen stabilisieren. Dies teilten Tommy Hilfiger und der europäische Finanzinvestor Apax am Donnerstag in Amsterdam mit.

HB NEW YORK/AMSTERDAM. Nach Informationen der "Financial Times" strebt Apax für Hilfiger eine Bewertung von 2,5 bis 3,0 Mrd. Dollar inklusive Schulden an und will nicht unter dieser Marke verkaufen. Apax hatte Tommy Hilfiger 2005 für rund 1,6 Mrd. Dollar gekauft und von der Börse genommen.

Rückmeldungen von Investoren zu den Börsenplänen seien positiv, aber angesichts der derzeitigen instabilen Marktsituation hätten sich Management und Anteilseigner für eine Verschiebung entschieden, hieß es. Ursprünglich sollte an diesem Freitag die sogenannte "Roadshow" zur Vorstellung der Pläne bei möglichen Investoren starten.

Das Modeunternehmen war in den 90er Jahren eine der bekanntesten US-Marken. Als Hilfiger von der afroamerikanischen Rapperszene entdeckt wurde, erlebte die Marke einen starken Umsatzanstieg, verlor aber später in diesen Kreisen wieder an Reiz und konnte die frühere Klientel nicht mehr zurückgewinnen. Der neue Chef Fred Gehring fuhr die US-Aktivitäten drastisch zurück, verlegte den Hauptsitz nach Amsterdam und baute die Marke im höherpreisigen Segment in Europa neu auf.

Der "Financial Times" hatte eine mit den Plänen vertraute Person gesagt, mit dem Börsengang werde nun wohl noch ein Jahr gewartet.

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