Unternehmen will bis zu 300 Mill. Euro erlösen
Solarfirma Q-Cells plant Börsengang im Oktober

Der Solarzellenhersteller Q-Cells will noch im Oktober an die Börse gehen. Das teilte das Unternehmen aus dem sachsen-anhaltischen Wolfen am Freitag mit.

HB WOLFEN/FRANKFURT/M. „Mit dem Börsengang wollen wir unseren Finanzierungsspielraum deutlich vergrößern und weiter wachsen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Q-Cells AG, Anton Milner. Der nach eigenen Angaben weltweit fünftgrößte Solarzellengersteller wolle unter die „Top drei“ aufrücken.

Citigroup und Dresdner Kleinwort Wasserstein seien die Konsortialführer.

Das Unternehmen, hinter dem Wagniskapitalfonds wie Apax Partners Worldwide stehen, wolle bis Oktober diesen Jahres Aktien ausgeben, hieß es ferner.

Die Börsenpläne werden zu einer Zeit geschmiedet, da der Rekordölpreis die Nachfrage nach erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft steigert. Der Aktienkurs von Solarworld, Deutschlands größtem Hersteller von Solarzellen, hat sich dieses Jahr fast verdreifacht. Das große Interesse an Aktien des Sektors zeigte auch der Börsengang von Conergy im März. Die Emission des Unternehmens war 29-fach überzeichnet. Gleich am ersten Handelstag legte die Aktie von 54 auf 71 Euro zu. Inzwischen notieren die Titel bei rund 80 Euro und sind Mitglied im Technologieindex TecDax.

Q-Cells mit Sitz in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat den Umsatz im vergangenen Jahr auf 100 Mill. Euro verdoppelt, wie der Website des Solarunternehmens zu entnehmen ist. 2003 lag der Umsatz bei 48 Mill. Euro, 2002 bei 17,3 Mill. Euro. Q-Cells erwirtschafte etwa zwei Drittel vom Umsatz außerhalb Deutschlands, sagte Dietrich. Zu den Kunden gehört Tenesol, ein Hersteller von Solaranlagen, hinter dem Electricité de France SA und Total SA stehen.

Q-Cells wurde 1999 von Vorstandschef Anton Milner und Technologievorstand Reiner Lemoine gegründet, zusammen mit Holger Feist und Paul Grunow, verantwortlich für Technologie und Produktmarketing. Das Management hält 19 Prozent der Anteile, auf Wagniskapitalfonds wie Apax entfallen 21 Prozent. Q-Cells zählt 730 Angestellte.

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