US-Bank erwartet auch 2007 zweistellige Erträge
Citigroup sieht Aktienmärkte optimistisch

Während viele Banken den Börsen im nächsten Jahr nur moderate Gewinne in Aussicht stellen, erwarten die Analysten der Citigroup ein weiteres lukratives Jahr für Aktionäre.

FRANKFURT. Zwar gehen sie von einer Wachstumsverlangsamung in der US-Wirtschaft aus. Es werde aber keine Rezession geben; damit seien die Aussichten für Aktien weiter günstig, sagt Niall Mac-Leod, weltweiter Aktienstratege der US-Großbank. Dividendentitel seien im Vergleich zu anderen Anlageklassen attraktiv, und auch die absolute Bewertung sei historisch gesehen nicht hoch.

Die besten Chancen sehen die Citigroup-Analysten an den US-Börsen und den europäischen Märkten. Den US-Aktienindex S&P 500 sieht US-Stratege Tobias Levkovich Ende 2007 in einem „konservativen Szenario“ bei 1 500 Punkten, rund 100 Punkte höher als aktuell. Neben der Bewertung spreche das robuste Gewinnwachstum der Unternehmen für die Wall Street. Und auch die Stimmung der Anleger sei nicht euphorisch. Levkovich macht das unter anderem daran fest, dass 2006 neun Zehntel der Zuflüsse in US-Aktienfonds in Produkte mit Anlageziel im Ausland gingen. Zu seinen Favoriten zählt Levkovich Technologieaktien, die von zunehmenden Investitionen der Firmen profitieren dürften.

Für europäische Aktien sieht Citigroup-Europa-Stratege Jonathan Stubbs 15 bis 20 Prozent Potenzial. „Die Makro-Umgebung in Europa ist positiv, wir befinden uns in der Mitte des Konjunkturzyklus“, sagt er. Wichtige Impulse für die Märkte erwartet Stubbs durch Fusionen und Übernahmen: „Wir werden Transaktionen durch alle Branchen sehen“, sagt er. In den Blickpunkt würden zunehmend auch größere Firmen geraten, weshalb Stubbs bei Large Caps die höchsten Kursgewinne erwartet. Auf Sektorebene bevorzugt er Versicherer und Finanzkonzerne sowie Grundstoff- und Industriewerte.

Etwas skeptischer ist die Citigroup für Aktien aus Schwellenländern sowie japanische Titel. „Wenn sich die Weltwirtschaft tatsächlich etwas verlangsamen sollte, sehen wir hier geringere Chancen“, sagt MacLeod. Gegen Japan spreche, dass hier die Erwartungen, die den Markt in den vergangenen Monaten stark getrieben hatten, zum Teil enttäuscht worden seien. „Weder hat die Reflation wie erwartet eingesetzt, noch ist der Konsum angesprungen. Und auch der M&A-Markt ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, sagt Japan-Stratege Patrick Mohr.

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